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Aktuelle Meldungen
Tierseuche  ·  Landkreis Märkisch-Oderland  ·  7. Oktober 2026

Afrikanische Schweinepest: Märkisch-Oderland mahnt zur Vorsicht

Nach dem jüngsten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein im Bereich Lunow im Landkreis Barnim ruft der Landkreis Märkisch-Oderland erneut dazu auf, die bestehenden Schutzmaßnahmen konsequent einzuhalten. Die errichteten Festzäune müssen weiterhin gesichert und instand gehalten werden, Tore und Durchlässe sind grundsätzlich geschlossen zu halten. Spaziergänger, Pilzsucher und alle anderen, die solche Tore passieren, werden dringend gebeten, diese unmittelbar nach dem Durchgang wieder zu schließen. Geschlossene und intakte Zäune begrenzen die Bewegungen von Wildschweinen zwischen den betroffenen Gebieten und wirken so einer weiteren Ausbreitung der Seuche entgegen.

Zudem bittet der Landkreis um erhöhte Aufmerksamkeit: Tot aufgefundene Wildschweine sind unter möglichst genauer Angabe des Fundortes unverzüglich zu melden – per E-Mail an veterinaeramt@landkreismol.de oder telefonisch unter 03346 850-6969. Die mit der Allgemeinverfügung vom 19. September 2026 (Amtsblatt 43/2026) festgelegten Maßnahmen gelten weiterhin.

Quelle: Landkreis Märkisch-Oderland, Pressemitteilung vom 7. Oktober 2026

Finanzen  ·  Ministerium der Finanzen  ·  7. Oktober 2026

Finanzamt vor Ort: Neues Angebot für Rentner und Pensionäre

Brandenburgs Finanzämter wollen künftig in Kommunen im ganzen Land Veranstaltungen anbieten, die sich vor allem an Steuerpflichtige mit Alterseinkünften wie Renten und Pensionen richten. Unter dem Titel „Finanzamt vor Ort: Digitale Teilhabe und Alterseinkünfte“ sollen Bürgerinnen und Bürger erfahren, wie sie elektronisch mit der Steuerverwaltung kommunizieren können und welche Unterstützungsangebote es gibt. Finanzminister Daniel Keller will damit Hemmschwellen abbauen: Gerade Menschen mit Alterseinkünften nutzten die digitalen Angebote bislang zurückhaltender, häufig aus Unsicherheit im Umgang mit digitalen Verfahren. Rund 80 Prozent der Steuerpflichtigen geben ihre Einkommensteuererklärung inzwischen elektronisch ab.

Auftaktveranstaltungen mit interessierten Kommunen sollen noch 2026 per Videokonferenz stattfinden, Präsenzveranstaltungen sind ab Januar 2027 geplant. Jedes der 13 Finanzämter soll dafür mit den Kommunen in seinem Zuständigkeitsbereich zusammenarbeiten. Das Angebot ist auch als Anlaufstelle für alle gedacht, die bisher die Service- und Informationsstellen in Finsterwalde, Fürstenwalde und Pritzwalk oder die Vor-Ort-Services in Neuruppin und Perleberg genutzt haben. Diese werden im Laufe des Jahres 2026 geschlossen.

Für Bezieherinnen und Bezieher von Alterseinkünften bietet die Steuerverwaltung eine vereinfachte Online-Steuererklärung unter einfach.elster.de an. Weitere Informationen gibt es unter elster.de.

Quelle: Ministerium der Finanzen Brandenburg, Pressemitteilung vom 7. Oktober 2026

Wirtschaft  ·  IHKs in Brandenburg  ·  6. Oktober 2026

Landesverkehrskonferenz: Transportbranche fordert faire Bedingungen

Auf der ersten Brandenburger Landesverkehrskonferenz am 6. Oktober 2026 haben die drei Industrie- und Handelskammern des Landes gemeinsam mit den maßgeblichen Verkehrsverbänden ein Forderungspapier verabschiedet. Das Transportgewerbe verlangt darin ein entschlossenes Handeln von Landes- und Bundespolitik. „Ohne leistungsfähige Transportunternehmen gibt es weder Versorgungssicherheit noch wirtschaftliches Wachstum“, sagte Monique Zweig, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostbrandenburg und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der drei Brandenburger IHKs. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen gerieten durch steigende Kosten, schwache Infrastruktur und wachsende Auflagen zunehmend unter Druck. Viele Betriebe seien zwar bereit, in E-Lkw oder Wasserstofftechnologie zu investieren. Fehlende Ladeinfrastruktur, hohe Investitionskosten und mangelnde Planungssicherheit bremsten die Umstellung jedoch aus.

Das Bündnis fordert unter anderem, die zulässige Höchstgeschwindigkeit für schwere Lkw auf geeigneten Straßen von 60 auf 80 Stundenkilometer anzuheben. Brandenburg solle dazu eine Bundesratsinitiative starten. Weitere Forderungen betreffen eine bessere Baustellenkoordination, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, mehr sichere Lkw-Stellplätze sowie eine konsequentere Durchsetzung fairer Wettbewerbsbedingungen im europäischen Straßengüterverkehr.

Quelle: Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs Brandenburg, Pressemitteilung vom 6. Oktober 2026

Bauen  ·  Ministerium für Infrastruktur  ·  6. Oktober 2026

Virtuelles Bauamt: Bauanträge landesweit digital

Nach Hamburg und Bremen hat Brandenburg als erstes Flächenland alle Bauaufsichtsbehörden an das Virtuelle Bauamt angeschlossen. Bauanträge können damit im ganzen Land vollständig digital gestellt und bearbeitet werden – vom Antrag bis zur Baugenehmigung. Die Plattform dient dem Datenaustausch zwischen allen Beteiligten eines Genehmigungsverfahrens. Ausdrucken, Unterschreiben und Versenden per Post entfallen, zudem müssen Bauherren und Entwurfsverfasser nicht mehr wie bisher drei Papierakten anlegen. „Das ist zeitgemäß, spart Papier und kann die Bearbeitung beschleunigen“, sagte Bauminister Robert Crumbach.

Die Einführung begann 2024 im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, weitere Pilotpartner waren die Landkreise Märkisch-Oderland und Elbe-Elster. Die Bauaufsicht in Oberspreewald-Lausitz bearbeitet jährlich rund 600 Bauanträge und errechnete, dass sich bei vollständiger Digitalisierung pro Jahr etwa 250.000 Blatt Papier einsparen ließen. Informationen und Zugang gibt es unter vba.brandenburg.de.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, Pressemitteilung vom 6. Oktober 2026

Verkehr  ·  VBB  ·  6. Oktober 2026

Sperrung der Lehrter Bahn: VBB zieht erste Bilanz

Seit dem 2. Oktober 2026 ist die Schnellfahrstrecke von Berlin in Richtung Hannover, die sogenannte Lehrter Bahn, für Sanierungsarbeiten der DB InfraGO voll gesperrt. Im Gebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) betrifft das vor allem den Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und Stendal. Er ist bis zum 12. Dezember 2026 und erneut vom 15. Oktober bis 11. Dezember 2027 gesperrt. Die Linien RE4 und RB21 sind teilweise, die RB34 komplett unterbrochen. Als Ersatz fahren knapp 40 Busse auf acht Linien, fünf davon im VBB-Gebiet.

Nach einer Prüfung vor Ort am ersten Wochenende zieht der VBB eine positive Bilanz: Der Ersatzverkehr sei stabil und ohne größere Probleme gestartet. Von rund 1.260 Fahrten bis Montagfrüh, 5. Oktober, fiel lediglich eine aus, Echtzeitdaten waren für alle Busse vom ersten Tag an abrufbar. Nachbesserungsbedarf gab es bei der Beschilderung einzelner Linien sowie der Wege zu den Ersatzhaltestellen an den Bahnhöfen Brieselang und Falkensee. In Rathenow war die Haltestellenbucht teilweise zugeparkt und ein Haltestellenmast falsch aufgestellt; inzwischen wurde die Haltestelle angepasst und ein Halteverbot durchgesetzt. In Hennigsdorf ist ein bahnsteiggleicher Umstieg zwischen RE6 und RB21 wegen zu kurzer Bahnsteige nicht möglich, DB Regio soll dort besonders auf die Anschlüsse achten. Die Busse waren gut genutzt, aber nicht überfüllt.

Fahrpläne, Liniennetz und häufige Fragen gibt es unter vbb.de/lehrter-berlin.

Quelle: VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung vom 6. Oktober 2026

Jagd  ·  Ökologischer Jagdverein  ·  6. Oktober 2026

Jagdstatistik: Ökologischer Jagdverein sieht stabile Wildbestände

Brandenburgs Jägerinnen und Jäger haben im Jagdjahr 2025/26 rund 116.500 Stück Schalenwild erlegt, etwa 2.700 weniger als im Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz hervor. Bei Reh- und Damwild stiegen die Abschusszahlen leicht, bei Rot- und Schwarzwild sanken sie leicht. Der Ökologische Jagdverein Brandenburg-Berlin (ÖJV) sieht darin stabile Schalenwildbestände. Die Strecken lägen wieder auf dem Niveau von vor etwa 30 Jahren. Der allmähliche Rückgang der Abschusszahlen seit rund zehn Jahren könne darauf hindeuten, dass es langsam gelinge, die Bestände für den notwendigen Waldumbau zu reduzieren. Der Schaden durch Verbiss und Schäle sei in Brandenburgs Wäldern aber weiterhin deutlich zu hoch.

Der Verein widerspricht damit dem Landesjagdverband Brandenburg, der nach Darstellung des ÖJV vor einem Niedergang von Reh und Hirsch warnt und dafür auch den Wolf mitverantwortlich macht. Mit der Statistik lasse sich das nicht belegen, so der ÖJV: Die Rehwildstrecke sei gestiegen, obwohl sich der Wolf hauptsächlich von Rehen ernähre. Lediglich das gebietsfremde Muffelwild sei praktisch verschwunden. Der Verein spricht sich gegen eine geringere Bejagung aus und setzt auf eine effektive Jagd als Grundlage stabiler Mischwälder, die langfristig auch den besten Lebensraum für Reh und Hirsch böten.

Quelle: Ökologischer Jagdverein Brandenburg-Berlin e.V., Pressemitteilung vom 6. Oktober 2026

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