Brandenburg ehrt 60 Einsatzkräfte aus Brand- und Katastrophenschutz
Innenminister Dr. Jan Redmann hat in Klaistow 60 Frauen und Männer mit dem Ehrenzeichen im Brand- und Katastrophenschutz ausgezeichnet. Fünf Bürger erhielten zudem die Rettungsmedaille oder eine öffentliche Belobigung, darunter ein Mann, der in Frankfurt (Oder) einen Menschen vor dem Ertrinken gerettet hat.
Bei einem feierlichen Empfang in Klaistow im Landkreis Potsdam-Mittelmark überreichte der Innenminister die Ehrenzeichen an Angehörige der Feuerwehren sowie der Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes. Grußworte sprachen Rolf Fünning, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, und Stefan von Heine, Präsident des Landesverbandes Brandenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).
In seiner Laudatio würdigte Redmann die Verdienste aller Geehrten: „Im Kreise der Ehrenamtlichen im Brand- und Katastrophenschutz, die ohnehin Besonderes leisten, haben die Geehrten Herausragendes geleistet: Sie haben sich ehrenamtlich mit viel Idealismus und Einsatz einer Aufgabe gewidmet, die uns allen zugutekommt. Dabei werden sie nicht nur für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet, sondern vor allem für die Kontinuität und Verlässlichkeit, auf die ihre Organisationen in den zurückliegenden Jahren zählen konnten.“
Sein Dank gelte auch den Familien und Angehörigen, die wegen eines Einsatzes häufig auf Vater oder Mutter, Ehe- oder Lebenspartner verzichten müssten. „Alle Geehrten sind für uns Vorbild – mit ihrem selbstlosen Einsatz zeigen sie, was unser Land immer ausgezeichnet hat: Gemeinsam füreinander einzustehen“, so der Minister.
Ehrenzeichen in Silber und Gold
41 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr erhielten für ihre besonderen Leistungen das Ehrenzeichen im Brandschutz in Silber am Bande, fünf das Ehrenzeichen im Brandschutz der Sonderstufe in Gold. Zwölf Mitwirkende in Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes wurden mit dem Ehrenzeichen im Katastrophenschutz in Silber am Bande ausgezeichnet, zwei mit dem Ehrenzeichen im Katastrophenschutz der Sonderstufe in Gold.
Rettungsmedaille und Belobigungen für fünf Lebensretter
Drei Bürger wurden für ihr mutiges Handeln unter Lebensgefahr mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet. Sie hatten im August 2025 in Märkisch-Oderland dem verunglückten Piloten eines Ultraleichtflugzeuges das Leben gerettet.
Außerdem sprach der Minister zwei öffentliche Belobigungen aus: Ein Geehrter hatte mit seinem Engagement dazu beigetragen, dass im Juni 2025 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin eine verwirrte Frau nach dreitägiger Suche gefunden wurde. Ein weiterer Geehrter hatte im Juli 2025 in Frankfurt (Oder) einen Mann vor dem Ertrinken gerettet.
Die Ehrungen im Überblick41512232
Hintergrund
Ehrenzeichen im Brandschutz werden an Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren sowie der Berufs-, Betriebs- und Werkfeuerwehren verliehen. Die Sonderstufe in Gold kann auch an andere Personen gehen. Gleiches gilt für das Ehrenzeichen im Katastrophenschutz. Voraussetzung sind besondere Leistungen, die deutlich über die regelmäßige Tätigkeit im Brand- und Katastrophenschutz hinausgehen.
Die Rettungsmedaille können Menschen erhalten, die unter eigener Lebensgefahr andere aus Lebensgefahr gerettet oder eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit abgewendet und dabei besonderen Mut und Opferbereitschaft gezeigt haben. Eine öffentliche Belobigung ist auch dann möglich, wenn sich die Retterin oder der Retter nicht selbst in Lebensgefahr gebracht hat.
Quelle: Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg




