Die Bundesstraße 101 an der Grünbrücke bei Thyrow wird ab Mittwoch, 14. Oktober 2026, wieder für den Verkehr freigegeben. Die bauliche Sicherung der Brücke ist schneller abgeschlossen als geplant, die weiträumigen Umleitungen entfallen.
Risse im Holztragwerk
Die Grünbrücke überspannt mit einem großen Bogen die B 101 und mit einem kleineren Bogen die parallel verlaufende Gemeindestraße. Bei einer Bauwerksprüfung waren Risse im Holztragwerk festgestellt worden, die als gefährlich für die Standsicherheit eingestuft wurden. Seit dem 31. Juli 2026 waren deshalb die B 101 in diesem Bereich, die Gemeindestraße und die Grünbrücke selbst voll gesperrt.
Spezialisierte Fachfirmen haben die Risse nach einem geprüften Konzept mit einem speziellen Harz verpresst. Nahezu alle relevanten Risse konnten so verfüllt werden. Einige wenige lagen an Stellen im Bauwerk, die nicht zugänglich sind; sie sind für die Standsicherheit der gesamten Brücke nicht maßgeblich. Günstige Temperaturen trugen dazu bei, dass die Arbeiten schneller als vorgesehen abgeschlossen werden konnten. Eine abschließende unabhängige gutachterliche Prüfung bestätigt, dass die B 101, die Gemeindestraße und die Grünbrücke freigegeben werden können.
Infrastrukturminister Robert Crumbach: „Die Sperrung hat den Menschen und Unternehmen in der Region viel abverlangt. Deshalb haben wir die möglichen Lösungen parallel prüfen und vorbereiten lassen. Landesbetrieb Straßenwesen, DEGES, Fachfirmen und Gutachter haben eng zusammengearbeitet und die Sicherungsarbeiten zügig vorangebracht. So können wir die B 101 nun früher als geplant wieder sicher für den Verkehr freigeben. Für alle, die hier täglich unterwegs sind, bedeutet das: Die langen Umwege entfallen. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz.“
Ursachen werden weiter untersucht
Die bisherigen Arbeiten dienen der baulichen Sicherung. Lastbedingte Ursachen für die Risse haben die Untersuchungen nicht ergeben, auch eine mangelhafte Verklebung wurde bei den untersuchten Holzproben nicht bestätigt. Weiter geprüft werden vor allem klimatisch bedingte Ursachen und ihre Folgen für die Haltbarkeit des Bauwerks, dazu sind auch ergänzende statische Untersuchungen nötig. Bis die Ergebnisse vorliegen, wird die Brücke mit einem Dauermonitoring überwacht. Sollten weitere Arbeiten notwendig werden, sind erneute zeitweise Verkehrseinschränkungen nicht ausgeschlossen.
Mike Koehler, Vorstandsvorsitzender des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg: „Für uns stand von Anfang an im Mittelpunkt, die Grünbrücke so schnell wie möglich zu sichern, ohne Kompromisse bei der Sicherheit zu machen. Gemeinsam mit der DEGES und den beteiligten Fachleuten haben wir die notwendigen Maßnahmen vorangetrieben. Mit der Verkehrsfreigabe ist unsere Arbeit jedoch nicht abgeschlossen. Die Ursachen der Rissbildung werden weiter untersucht. Gleichzeitig wird das Bauwerk dauerhaft überwacht, damit wir mögliche Veränderungen frühzeitig erkennen und darauf reagieren können.“
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg




