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Zwei Zeitreisen im Städtischen Museum

Am Samstag, 17. Oktober 2026, eröffnet das Städtische Museum Eisenhüttenstadt gleich zwei Ausstellungen: Fotograf Bernd Geller zeigt sechs Jahrzehnte Stadtgeschichte im Bild, die Sonderausstellung „Handwerk – Werke der Hand“ stellt über hundert, oft längst vergessene Handwerksberufe vor.

Vernissage:Samstag, 17. Oktober 2026, 11:00 UhrOrt:Städtisches Museum, Löwenstraße 4, 15890 EisenhüttenstadtLaufzeit:17. Oktober 2026 bis 26. Februar 2027Öffnungszeiten:Dienstag bis Freitag 12:00 bis 16:00 Uhr, am 1. und 3. Samstag im Monat 13:00 bis 17:00 Uhr

„Zeitreise – Vom analogen Bild zur digitalen Datei“

Seit sechs Jahrzehnten fotografiert Bernd Geller in seiner Heimatstadt. Anlässlich seines 70. Geburtstags zeigt der 1956 in Stalinstadt geborene Fotograf, wie sich Eisenhüttenstadt von den 1970er-Jahren bis heute entwickelt hat. Seine Bilder erzählen vom Leben, von der Arbeit und vom Miteinander in den verschiedenen Epochen – vom Aufbau und Gestalten, vom Verwerfen mancher Konzepte, aber auch von Lebensfreude und dem Stolz auf das Geschaffene.

Die Ausstellung gliedert sich in vier Themen: das EKO, heute ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, das für den Fotografen wie für die ganze Stadt eine besondere Rolle spielt; die DDR-Zeit, die ihn und den Fotozirkel EKO prägte; die Wendezeit mit dem Kampf um Arbeitsplätze und die Zukunft der Region; und schließlich das Heute.

Geller leitet den Fotozirkel EKO seit 1986 und arbeitet seit 1998 freischaffend als Fotodesigner. Er hat mehrere Bildbände über die Region veröffentlicht, gibt jährlich einen Kalender zu Eisenhüttenstadt und Neuzelle heraus und ist seit 2021 auch als Stadtführer unterwegs.

„Handwerk – Werke der Hand“

Bereits zum dritten Mal zeigen die Kuratoren Susann Hellemann und Dr. Lothar Binger vom Archiv historische Alltagsfotografie (AhA) ihre Sonderausstellung, diesmal in der Galerie des Städtischen Museums. Sie widmet sich der Geschichte und Kultur von Gewerken der Nahrungsmittelproduktion, Bekleidung und Textilherstellung, des Möbel- und Hausbaus, der Metallverarbeitung und des Drucks – mit ihren Werkzeugen und Produkten vom Mittelalter bis in die DDR-Zeit.

Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Viergewerke, die bedeutendsten Zünfte der damaligen Städte – meist Bäcker, Fleischer, Schuhmacher und Tuchmacher. Auch Schneider, Tischler und Schmiede werden hervorgehoben, eine eigene Station widmet sich der Rolle der Frauen im Handwerk. Mit interaktiven Modulen und Mitmach-Spielen können Besucherinnen und Besucher selbst Hand anlegen. Ergänzt wird die Schau durch zahlreiche historische Werkzeuge und Produkte regionaler Handwerksbetriebe aus der Sammlung des Museums. Zur Ausstellung ist eine Publikation erschienen, die im Museum erhältlich ist.

Quelle: Stadt Eisenhüttenstadt