Mit einer würdevollen Zeremonie gedachte die Stadt Erkner am 27. Januar 2026 der Millionen Opfer des Nationalsozialismus. An der Erinnerungsstätte für die Opfer von Krieg, Faschismus und Gewaltherrschaft versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung, der beiden christlichen Kirchen, von Vereinen und Institutionen sowie die Klasse 10a des Carl-Bechstein-Gymnasiums, um gemeinsam innezuhalten.


Der 27. Januar ist seit 1996 ein gesetzlich verankerter Gedenktag in Deutschland. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee im Jahr 1945. Auschwitz steht bis heute als Synonym für den millionenfachen industriellen Massenmord der Nationalsozialisten.
Bürgermeister Henryk Pilz fand in seiner Ansprache eindringliche Worte: „Wir erinnern uns heute an sie alle – an jedes einzelne Leben, das ausgelöscht wurde. An jede Familie, die zerstört wurde. An jedes Schicksal, das uns mahnt, wachsam zu bleiben.“ Die Gedenkfeier galt den Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkenden, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen sowie vielen weiteren Gruppen, die Opfer von Verfolgung, Gewalt und Mord wurden.
Carsten Schwarz, Pfarrer der evangelischen Gesamtkirchengemeinde an Löcknitz und Spree, betonte die Bedeutung von Respekt, der Achtung der Menschenwürde und von Gerechtigkeit. „Nur wenn es Gerechtigkeit gibt, gibt es auch Frieden“, mahnte er. Mit der Niederlegung von Blumengebinden und einer Schweigeminute endete das stille Gedenken.
Vorschaubild: Daniela Sell/Stadt Erkner
Quelle: Stadtverwaltung Erkner




