Ein Nagelbombenanschlag reißt eine junge Mutter aus ihrem Leben. Ihr Mann und ihre achtjährige Tochter sind tot. Statt die Täter zu suchen, gerät die Familie selbst ins Visier von Ermittlern und Medien – wegen ihrer migrantischen Wurzeln. Was als fiktive Geschichte erzählt wird, erinnert dabei schmerzhaft an reale Ereignisse: die Mordserie des NSU.
Am Donnerstag, dem 26. Februar, zeigt das Kleist Forum die Bühnenadaption des preisgekrönten Films „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin. Das Junge Schauspiel des Deutschen Schauspielhauses Hamburg hat den Stoff in einer eigenen Fassung für das Theater bearbeitet – unter der Regie von Klaus Schumacher.
Im Mittelpunkt steht Katja Şekerci, die nach dem Anschlag nicht nur mit unerträglicher Trauer kämpft, sondern auch mit einem System, das die Opfer zu Verdächtigen macht. Erst ihr Anwalt bringt eine andere Spur ins Spiel: rechten Terror. Die zentrale Frage des Stücks trifft einen gesellschaftlichen Nerv – kann es Gerechtigkeit geben, wenn der Rechtsstaat versagt? Und was passiert, wenn Rache zur letzten Option wird?
Fatih Akins Film wurde 2018 mit dem Golden Globe ausgezeichnet und nimmt deutlich Bezug auf die NSU-Morde. Die Bühnenadaption greift dieses Thema auf und verleiht ihm angesichts des erstarkenden Rechtsextremismus in Europa zusätzliche Dringlichkeit.
Termin: Donnerstag, 26. Februar 2026, 19:30 Uhr Ort: Kleist Forum, Hinterbühne Tickets: 25,– € / ermäßigt 12,50 € / Familienticket 62,50 € Karten und Infos: www.kleistforum.de
Vorschaubild: Aus dem Nichts (c) Sinje Hasheider
Quelle: Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder)




