Tag der offenen Tür: IHP Frankfurt (Oder) öffnet Labore
Unter dem Motto „Behind the Scenes – Entdecke, was hinter dem Chip steckt“ öffnet das IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) am Samstag, 14. November 2026, von 13:00 bis 17:00 Uhr seine Türen. Geboten werden Laborführungen, eine Kinderuni, ein Science Slam und ein Bewerbungscheck. Der Eintritt ist frei.

Tag der offenen Tür am IHP im September 2025
Besucherinnen und Besucher können Labore besichtigen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind, mit Forschenden ins Gespräch kommen und sich über Ausbildung und Berufe am Institut informieren. Um 13:00 Uhr eröffnet Prof. Dr.-Ing. Gerhard Kahmen, Wissenschaftlich-Technischer Geschäftsführer des IHP, den Tag. Ausgewählte Führungen und Stände gibt es auch auf Polnisch.
Ein Blick in die Labore
Im Photonik-Labor erforscht das IHP Chips, die Daten mit Licht übertragen. Sie gehören zu den schnellsten ihrer Art weltweit und sind etwa für Rechenzentren und das Internet der Zukunft wichtig. Im Labor für Molekularstrahlepitaxie wird eine Anlage vorgestellt, in der nahezu luftleerer Raum herrscht. Darin wachsen Materialschichten, die nur wenige Atome dick sind.
Was mit einem Chip nach der Fertigung im staubfreien Reinraum geschieht, zeigt das Pick-and-Place-Labor. Gefertigt werden Chips auf Wafern, dünnen Siliziumscheiben mit vielen Chips nebeneinander. Hier werden die Scheiben zersägt und die einzelnen Chips aufgenommen. So erhalten Hochschulen und Unternehmen, die ihre eigenen Entwürfe am IHP fertigen lassen, ihre Chips. Unter dem Mikroskop wird sichtbar, wie fein die Strukturen auf einem Chip sind.
Zwei weitere Labore stellen sich im Vortragsraum vor. Eine virtuelle 360-Grad-Tour führt durch das Integrationslabor. Dort werden Chips über Drähte, die feiner sind als ein menschliches Haar, mit Leiterplatten und Gehäusen verbunden. Das Nanolab gibt in einer Präsentation einen Überblick über seine Forschung und seine Anlagen, zum Abschluss folgt ein kurzer virtueller Rundgang. Weitere Labore öffnen mit eigenen Führungen.
Reinraum-Führungen, Kinderuni und Science Slam
Die Reinraum-Führungen gibt es in drei Formaten: für Einsteigerinnen und Einsteiger, für Fachpublikum und für Kinder. Alle Führungen beginnen am Treffpunkt „Haltestelle“ im Foyer, wo auch die Zeiten und Stationen aushängen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Plätze sind je nach Führung begrenzt und werden vor Ort vergeben.
Bei der Kinderuni „Kälter als der Nordpol“ erfahren Kinder bei Experimenten mit flüssigem Stickstoff, wie kalt es wirklich werden kann. Danach folgt das Gesprächsformat „Behind-the-Chip“ mit Mitarbeitenden des IHP. Beim anschließenden Science Slam, einem kurzen, unterhaltsamen Vortrag aus dem Forschungsalltag, erzählt die IHP-Wissenschaftlerin Keerthi Dorai, „Wie mich die Fahrschule auf meine Chipforschung vorbereitet hat“.
Programm am 14. November 2026
Ausbildung, Berufe und Bewerbungscheck
An den Ständen zur Ausbildung und zum IHP als Arbeitgeber stellt das Institut seine Berufe und Einstiegswege vor. Am Stand der Personalabteilung können Interessierte zudem einen Bewerbungscheck machen. Dafür sollten sie ihre Bewerbungsunterlagen mitbringen.
„Hinter jedem Chip stehen Menschen mit ganz unterschiedlichen Wegen: Mikrotechnologinnen und Mikrotechnologen, Mechatronikerinnen und Mechatroniker sowie Forschende aus vielen Ländern. Am Tag der offenen Tür geben sie Einblicke in ihre Arbeit und erzählen, wie sie ans IHP gekommen sind. Besonders jungen Menschen aus der Region möchten wir zeigen, welche spannenden Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten es direkt vor ihrer Haustür gibt, und sie ermutigen, ihre eigene Zukunft hier zu entdecken“, sagt Anna Herfurth von der Personalleitung des IHP.
An Informationsständen stellen die Abteilungen des IHP ihre Forschung vor. Mit dabei sind Hochschulen aus Deutschland, Polen und der Türkei, mit denen das IHP gemeinsame Labore betreibt, sowie Partner aus Frankfurt (Oder) wie das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium. Alle Ausstellenden sind auf der Veranstaltungsseite aufgeführt.
Auf einen Blick
Quelle: IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik
Foto: IHP 2025 / Frederic Schweizer
Foto: IHP 2025 / Frederic Schweizer




