Skip to main content

Die Arbeitslosenzahl in Ostbrandenburg ist im September gesunken – ein ermutigendes Zeichen trotz steigender Langzeitarbeitslosigkeit. Während junge Menschen vom Aufschwung profitieren, bleiben Herausforderungen bei der Qualifizierung bestehen.

Werbung

Im September waren in Frankfurt (Oder) und den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree 14.825 Menschen ohne Arbeit – 515 weniger als noch im August. Die Arbeitslosenquote sank von 6,7 auf 6,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich allerdings ein Anstieg: Im September 2024 lag die Quote noch bei 6,3 Prozent, und es waren 542 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Positive Signale bei jungen Arbeitslosen

Besonders erfreulich entwickelte sich die Situation bei jungen Menschen: Die Zahl der unter 25-Jährigen ohne Job ging auf 1.496 zurück – 149 weniger als im August. Die Jugendarbeitslosenquote fiel von 8,7 auf 7,9 Prozent. „Hier zeigen sich die Erfolge einer engen Betreuung durch die Vermittlungsfachkräfte“, erklärt Torsten Hesse, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). „Wir werben aktiv um neue offene Arbeitsstellen und halten sehr engen Kontakt zu den Menschen.“

Insgesamt meldeten sich 2.298 Menschen neu arbeitslos – 287 weniger als im Vormonat. Gleichzeitig konnten 2.800 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 549 mehr als im August.

Langzeitarbeitslosigkeit bleibt Sorgenkind

Während die Gesamtzahlen sinken, bereitet die Langzeitarbeitslosigkeit weiter Sorgen. 6.242 Menschen waren im September länger als ein Jahr ohne Arbeit – 416 mehr als vor einem Jahr. „Hier muss erst das Beschäftigungswachstum wieder anspringen“, so Hesse. Eine Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung falle schwer, sei aber entscheidend für den weiteren Verlauf.

Qualifizierung als Schlüssel zum Erfolg

„Viele Menschen wollen arbeiten – manchmal fehlt dafür aber der passende Abschluss oder die richtige Qualifikation“, betont Marco Schulz, Geschäftsführer des Jobcenters Märkisch-Oderland. Nicht immer sei eine komplette Ausbildung nötig: „Oft reichen schon kurze Lehrgänge oder einzelne Qualifikationen, um wieder eine feste Stelle zu bekommen.“

Das Jobcenter lädt am 13. Oktober zur „Bunten Meile“ nach Rüdersdorf ein. Von 10 bis 13 Uhr präsentieren Unternehmen und Bildungsträger ihre Angebote rund um Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung.

    

Besondere Unterstützung für Frauen

Arbeitslose Frauen stehen oft vor zusätzlichen Hürden, erklärt Stefanie Dörfel vom Jobcenter Frankfurt (Oder): „Sie tragen vielfach die Verantwortung für Familie und Kinder, kümmern sich um Angehörige, haben Lücken im Lebenslauf.“ Im Rahmen der Festwoche zum 180-jährigen Bestehen des Mehrgenerationenhauses Mikado (6. bis 10. Oktober) findet der Workshop „Mut tut gut“ speziell für Frauen statt.

Der Arbeitsmarkt in Zahlen

Die regionalen Unternehmen meldeten im September 515 neue offene Stellen – 143 mehr als vor einem Jahr, aber 129 weniger als im August. Insgesamt waren 2.167 Stellen vakant. Bei den Jobcentern im Bezirk waren 9.542 Menschen arbeitslos gemeldet, 260 weniger als im Vormonat.

22 Prozent der Arbeitslosen haben eine ausländische Staatsbürgerschaft. Aktuell sind 3.261 Menschen mit Migrationshintergrund ohne Arbeit – 67 weniger als im August, aber 152 mehr als im Vorjahr.

Für Ausbildungssuchende gibt es noch freie Stellen: Eine Terminvereinbarung bei der Berufsberatung ist online möglich, alternativ können sich Interessierte an die beiden Wirtschaftskammern in der Region wenden. Eine detaillierte Bilanz zum Ausbildungsmarkt 2024/2025 wird am 30. Oktober veröffentlicht.


Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)

Leave a Reply