Am Freitag, 10. Oktober, verwandelt sich das Feuerwehrhaus Lindenberg in einen Ort der Erinnerungen. Bei freiem Eintritt sind alle eingeladen, bei selbstgemachten Speisen ins Gespräch zu kommen – über die Vergangenheit des Ortes, seine Gegenwart und seine Zukunft.
Es begann im Sommer mit drei Wochen intensivem Zuhören: Der Leipziger Autor Christopher Heyder, Jahrgang 1993, war im Rahmen des Projekts „CampusSCHREIBKultur“ der Burg Beeskow in Lindenberg zu Gast. Seine Mission: den Ort und seine Menschen literarisch zu porträtieren. Unterstützt von Ortspatin Doreen Wollenberg führte er zahlreiche Gespräche mit Lindenbergern und verwandelte deren Erinnerungen in Kurzgeschichten.
Diese Texte wurden bereits bei einer Lesung präsentiert und liegen nun auch gedruckt vor – als Teil einer neuen, eigens für Lindenberg gestalteten Ortskarte. Diese Karte wird am Freitag, 10. Oktober 2025, ab 16 Uhr im Veranstaltungsraum des Feuerwehrhauses vorgestellt.
Ein Büfett voller Geschichten
Doch es bleibt nicht bei der reinen Präsentation. Die Veranstaltung lädt dazu ein, den roten Faden aufzunehmen und selbst Teil der Erinnerungskultur zu werden. Im Mittelpunkt steht die Frage: Früher war alles besser? Besonders willkommen sind Rezepte von einst – Großmutters Bienenstich, Vaters Kartoffelsalat oder die legendäre Marmelade der Lieblingstante. Auf einer langen Tafel entsteht ein Mitbring-Büfett, bei dem nicht nur gegessen, sondern vor allem erzählt wird.
Die Gespräche beim gemeinsamen Mahl sollen sich um Lindenberg drehen: Was hat den Ort früher ausgemacht? Was prägt ihn heute? Und wie könnte er sich in Zukunft entwickeln? Begleitet wird der Nachmittag von Live-Musik aus der Region sowie einer weiteren Kurzlesung von Christopher Heyder.
Praktische Informationen
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Gäste werden jedoch gebeten, einen Beitrag zum Mitbring-Büfett beizusteuern. Die Freiwillige Feuerwehr Lindenberg übernimmt die Versorgung mit Bratwurst und Getränken. Die Veranstaltung dauert von 16 bis 19 Uhr.
Das Projekt „Campus Kultur“ wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg im Rahmen des Programms „Regionale Kulturelle Ankerpunkte im ländlichen Raum“ gefördert.
Vorschaubild: Autor Christopher Heyder bei seiner Lesung in Lindenberg im Juni 2025. Foto: Falk Wieland
Quelle: Burg Beeskow/Campus Kultur




