Pressemitteilung vom 17. Dezember 2025


Die für den 18. Dezember geplante Demonstration wurde abgesagt, nachdem am 16. Dezember intensive Gespräche zwischen dem Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg und dem Landwirtschaftsministerium stattgefunden hatten.
Der Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg hat die für den 18. Dezember 2025 geplante Demonstration vor dem Potsdamer Landtag abgesagt. Nach konstruktiven Gesprächen mit Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt wurden alle zentralen Forderungen erfolgreich verhandelt.
Die Einigung kommt zur rechten Zeit: Brandenburgs Schäferinnen und Schäfer erhalten nun Planungssicherheit für das kommende Jahr. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz sicherte konkret zu, den Herdenschutz kostendeckend und fair zu bezahlen, alle offenen Förderanträge zeitnah auszuzahlen und die Weidetierhaltung verlässlich zu unterstützen.
„Diese Einigung ist ein wichtiges Signal für unsere Schäferinnen und Schäfer. Verlässliche Zusagen sind die Grundlage für funktionierenden Herdenschutz und eine zukunftsfähige Weidetierhaltung in Brandenburg“, erklärt Jonas Scholz, Vorsitzender des Schafzuchtverbands Berlin-Brandenburg (SZVBB).
Die Schafhaltung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Naturschutz, zur Landschaftspflege und zur Förderung der Biodiversität. Zudem stärkt sie die regionale Lebensmittelproduktion. Im Jahr 2026 feiern die Schäferinnen und Schäfer das Welthirtenjahr – ein Beleg für die lange Tradition der Weidetierhaltung in Brandenburg.
Der Verband bedankt sich bei Ministerin Mittelstädt für den offenen Dialog sowie bei allen Partnerorganisationen wie BUND und NABU, die ihre Unterstützung signalisiert hatten. „Die Gespräche zeigen, dass die Weidetierhaltung in Brandenburg wertgeschätzt wird und die Anliegen unserer Betriebe ernst genommen werden“, so Scholz.
Die Absage der Demonstration sei ein positives Zeichen erfolgreicher Zusammenarbeit für eine nachhaltige und zukunftsfähige Weidetierhaltung in Brandenburg.
Pressemitteilung vom 15. Dezember 2025
Schafzuchtverband ruft zu Demonstration vor dem Landtag auf – Betriebe kämpfen mit ausbleibenden Förderzahlungen
Der Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg e.V. lädt am 18. Dezember um 8 Uhr zu einer Demonstration vor dem Landtag Brandenburg an der Ringerkolonnade in Potsdam ein. Unter dem Motto „Weidetierhaltung und Herdenschutz brauchen politische Verlässlichkeit“ wollen Schäferinnen und Schäfer auf die prekäre Situation ihrer Betriebe aufmerksam machen.
Der Grund für den Protest: Viele Betriebe warten noch immer auf die Auszahlung von Förderanträgen aus dem Jahr 2024. Die ausbleibenden Zahlungen bringen zahlreiche Schäfereien in wirtschaftliche Bedrängnis. Hinzu kommt die fehlende Planungssicherheit für den Herdenschutz und das Fehlen eines tragfähigen Konzepts ab 2027.
„Unsere Betriebe stehen seit Monaten vor enormen Unsicherheiten. Herdenschutz kann nur funktionieren, wenn die zugesagten Mittel vollständig und rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Jonas Scholz, Vorsitzender des Schafzuchtverbands. Er fordert von der Politik, zu ihrem Wort zu stehen.
Die Demonstranten fordern konkret die sofortige Auszahlung aller versprochenen Förderungen, die umgehende Bewilligung der Anträge für 2025 sowie eine kostendeckende und faire Bezahlung des Herdenschutzes. Darüber hinaus verlangen sie eine Stärkung der Weidetierhaltung und die verlässliche Umsetzung politischer Zusagen von EU, Bund und Land.
Der Verband betont die wichtige Rolle der Weidetierhaltung für Naturschutz, Landschaftspflege und regionale Landwirtschaft. Um diese Leistungen auch künftig erbringen zu können, seien klare und verlässliche Rahmenbedingungen unerlässlich.
Quelle: Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg e.V.




