Die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) steht vor einer umfassenden Neustrukturierung. Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser hat am Montag seine Pläne für die künftige Führungsspitze vorgestellt und dabei deutlich gemacht: Fachliche Expertise geht vor politischer Zugehörigkeit.

Wirtschaft und Digitalisierung, Sicherheit, Zivil- und Katastrophenschutz sowie der Sozialbereich bilden die Schwerpunkte der Neuausrichtung. Gerade letzterer wird aufgrund des demographischen Wandels immer wichtiger. Kinderbetreuung, Hausarztversorgung und steigende Sozialkosten stellen die Stadt vor wachsende Herausforderungen. Hinzu kommt die Verantwortung für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
„An der Spitze der Verwaltung soll künftig neben mir als Oberbürgermeister ein Expertenteam stehen, das sich durch eine jeweilige Fachlichkeit auszeichnet“, erklärte Dr. Strasser. Politische Zugehörigkeiten würden zwar bedacht, hätten jedoch nicht Vorrang. Wichtig sei ihm ein Fachgremium, das durch inhaltliche Expertise, Motivation und frische Impulse überzeuge.
In Kürze werden auch die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung in die Gespräche über die künftigen Personalien einbezogen. Der Oberbürgermeister betonte dabei die Bedeutung des kollegialen Miteinanders: Zunächst wolle er das persönliche Gespräch mit den bisherigen Mitgliedern der Verwaltungsspitze führen.
Mit Bürgermeister Claus Junghanns werde man auch bis zum Ende seiner Amtszeit gewohnt professionell für die Belange der Stadt zusammenarbeiten, versicherte Dr. Strasser. Nach Ablauf einer Wahlperiode neuen, engagierten Personen das Vertrauen zu geben, sei nicht ungewöhnlich.
Die Gespräche mit den Fraktionen zur Zusammensetzung der neuen Verwaltungsspitze beginnen zeitnah. Ziel sei es, eine kompetente, zuverlässige und resiliente Führung zu besetzen, um die schwierigen Aufgaben zum Wohle der Stadt zu bewältigen.
Am 19. Februar wird Dr. Strasser in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zum aktuellen Stand der Neustrukturierung sprechen.
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)



