Die Stadt Eisenhüttenstadt erhält weitere Unterstützung für ihre Stadtentwicklungsprojekte: Baustaatssekretärin Ina Bartmann übergab am Montag ( 27. Januar 2026) Förderbescheide über insgesamt 3,46 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ und fließen in zwei Fördergebiete der Stadt.

Die ehemalige sozialistische Planstadt, die als einmaliges Architektur- und Städtebaudenkmal der DDR gilt, kämpft seit Jahren mit den Folgen des demografischen und wirtschaftlichen Strukturwandels. Hohe Wohnungsleerstände und drohender Verfall prägten in der Vergangenheit das Bild vieler Quartiere. Die Stadt verfolgt daher eine Doppelstrategie: Während nicht mehr benötigte Wohnquartiere von außen nach innen zurückgebaut werden, liegt der Fokus gleichzeitig auf der Aufwertung der zentralen Bereiche.
Im Fördergebiet „Planstadt Eisenhüttenstadt“ fließen 1,515 Millionen Euro in verschiedene Maßnahmen. Davon sind 550.000 Euro für die Aufwertung vorgesehen, unter anderem für die Sanierung der Fritz-Heckert-Straße und der Saarlouiser Straße sowie die denkmalgerechte Sanierung der Pawlowallee. Weitere 965.000 Euro werden für den Rückbau eingesetzt, konkret für den Abriss von Gebäuden „An der Holzwolle“.
Das zweite Fördergebiet „Fürstenberg (Oder)“, das erst 2021 neu in das Städtebauförderprogramm aufgenommen wurde, erhält insgesamt 1,946 Millionen Euro. Eine Million Euro fließt in die Aufwertung, darunter die Sanierung der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ mit Hort sowie die Neugestaltung der Freifläche „Fürstenberger Spitze“ am südlichen Altstadteingang. Weitere 946.000 Euro sind für Sanierung, Sicherung und Erwerb vorgesehen, unter anderem für das Einzeldenkmal Schützenstraße 23 und den barrierefreien Umbau des Alten Rathauses.
„Die Planstadt ist ein ausgewiesenes Flächendenkmal, die es auch im Zuge des Einwohnerrückgangs und des anhaltenden Transformationsprozesses der örtlichen Industrie zu erhalten gilt“, betonte Staatssekretärin Bartmann. Die Erfolge der Sanierung seien überall in der Stadt sichtbar.
Seit 1991 wird Eisenhüttenstadt durch die Städtebauförderung unterstützt. Insgesamt flossen bisher rund 83,2 Millionen Euro in die Stadtentwicklung. Hinzu kamen etwa 178,3 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung für die Modernisierung von 4.127 Wohnungen.
Vorschaubild: Bürgermeister Marko Henkel und Baustaatssekretärin Ina Bartmann © OSF
Quelle: MIL Land Brandenburg



