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Der Tourismus in Brandenburg zeigt sich robust: Rund 5,4 Millionen Gäste besuchten das Land im Jahr 2025 – ein leichtes Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen lag mit 14,3 Millionen knapp unter dem Vorjahresniveau (-0,7 Prozent), aber deutlich über den Werten des Referenzjahres 2019. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor. Damit erweist sich die Branche als widerstandsfähig – auch in einem Umfeld, in dem gestiegene Lebenshaltungskosten das Reiseverhalten vieler Haushalte beeinflussen.

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Nebensaison legt deutlich zu

Besonders auffällig ist die Entwicklung abseits der Hauptreisezeit: Im ersten Quartal stiegen die Übernachtungszahlen gegenüber 2019 um 2,3 Prozent, im vierten Quartal sogar um 6,1 Prozent. Immer mehr Reisende zieht es offenbar bewusst in die ruhigeren Jahreszeiten – für Aktivurlaub in der Natur, aus dem Wunsch nach Stille oder um Reisen mit mobiler Arbeit zu verbinden. Zuwächse bei den Übernachtungen verzeichnen außerdem Potsdam, das Barnimer Land, die Uckermark und das Dahme-Seenland. Camping bleibt ein Erfolgsmodell: Im Zehnjahresvergleich sind die Campingübernachtungen in Brandenburg um mehr als 40 Prozent gestiegen.

Ausblick: Lausitzer Seenland und neue Strategien

Ein touristischer Meilenstein steht im Sommer bevor: Am 29. Juni sollen im Lausitzer Seenland fünf Seen durch Kanäle miteinander verbunden werden – eine bedeutende Erweiterung des Wassertourismusreviers „Deutschlands Seenland“. Einen Dämpfer gab es hingegen bei den Auslandsgästen (-2,5 Prozent), besonders aus dem Nachbarmarkt Polen (-2,8 Prozent). Die TMB will Polen wie auch die Quellmärkte Hessen und Nordrhein-Westfalen 2026 gezielt ansprechen und Brandenburg als naturnahes, überraschendes Reiseziel positionieren.


Quelle: MWAEK und TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

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