Im Spreetal bei Fürstenwalde und Langewahl läuft ein Verfahren, das die Region grundlegend verändern könnte. Beide Gemeinden planen die Entwicklung eines großflächigen Industrie- und Gewerbestandorts auf bislang bewaldeten Flächen – mindestens 265 Hektar groß. Dafür müssen die Flächennutzungspläne von Wald zu Industrie umgewidmet werden.

Die Stadt Fürstenwalde bezeichnet das Vorhaben als „Vorsorgestandort“ – eine vorausschauende Planung großer Flächen, die in Brandenburg nur vereinzelt verfügbar seien, um künftige Investoren bedienen zu können. Landes- und Kommunalpolitik sehen darin eine Chance für wirtschaftliche Entwicklung – ähnlich wie die Tesla-Ansiedlung in Grünheide zusätzliche Arbeitsplätze und Wertschöpfung in die Region gebracht hat.
Die Bürgerinitiative Walderhalt Spreetal hingegen warnt vor dem Verlust von rund 430 Hektar intaktem Wald – Teile davon liegen im Naturschutzgebiet „Spreetal zwischen Neubrück und Fürstenwalde“. Die BI setzt sich für den Erhalt des Waldes als Lebensraum, Trinkwasserschutz und Erholungsraum ein und macht derzeit mit einer Plakataktion in Fürstenwalde auf das laufende Beteiligungsverfahren aufmerksam.
Noch bis zum 20. März 2026 können alle Bürgerinnen und Bürger – bundesweit – Einwendungen einreichen. Wer dabei Hilfe benötigt, kann am Mittwoch, 18. März ab 16:30 Uhr ins Büro von B90/Grüne, Mühlenstraße 5d in Fürstenwalde kommen.
Alle Informationen und Unterlagen: www.bi-walderhalt-spreetal.de
Foto: BI Walderhalt Spreetal




