Warnung vor perfider Betrugsmasche: Kriminelle zocken Büchersammler ab

Frankfurt (Oder): Rentnerehepaar um größere Geldsumme betrogen
Am 8. April 2026 wandte sich ein Ehepaar aus Frankfurt (Oder) an die Polizei und meldete, dass es Opfer einer Betrugsmasche geworden ist. Die beiden Rentner hatten geplant, ihre Büchersammlung zu verkaufen – ein Plan, den Kriminelle skrupellos ausnutzten.
Alles begann, als eine vermeintliche Vermittlungsfirma mit Sitz in Düsseldorf Kontakt mit dem Paar aufnahm. Die angeblichen „Mitarbeiter“ gaben vor, einen interessierten Käufer für die Sammlung gefunden zu haben. Doch für die Abwicklung des Geschäftes sei eine Digitalisierung der Bücher erforderlich, so die Betrüger. Die Kosten dafür sollte das Ehepaar zunächst selbst tragen und würde das Geld nach dem erfolgreichen Verkauf sofort zurückerhalten – zumindest behaupteten dies die Kriminellen.
Mit geschickter Überzeugungskunst gelang es den Betrügern, das vertrauensvolle Ehepaar zur Zahlung zu bewegen. Eine größere Geldsumme verschwand auf den Konten der Betrüger. Danach war die Vermittlungsfirma nicht mehr erreichbar. Die Kriminalisten der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) haben nun Ermittlungen aufgenommen.
Eine etablierte Betrugsmasche mit vielen Varianten
Wie die Polizei mitteilte, beschäftigen solche Betrugshandlungen die Ermittler der Polizeidirektion Ost bereits seit längerer Zeit. Die Kriminellen gehen dabei äußerst professionell vor: Sie bauen zunächst ein Vertrauensverhältnis zu potenziellen Opfern auf und vermitteln durch geschickte Argumentation und Gesprächsführung den Eindruck, dass die zum Verkauf stehenden Bücher außergewöhnlich hochwertig seien.
Die Betrüger nutzen mehrere Methoden, um an Geld zu gelangen. Manchmal fordern sie hohe Geldsummen dafür, dass die Bände in ein spezielles Register erfasst werden. In anderen Fällen verlangen sie Kautionen oder angebliche Notarkosten im Vorfeld. Besonders perfide ist eine weitere Variante: Den potenziellen Verkäufern wird suggeriert, dass Ergänzungsbände, die zunächst erworben werden müssen, den Wert und den zu erzielenden Verkaufserlös der Sammlung erheblich steigern würden.
Nicht selten nehmen Opfer sogar Kredite auf, um die geforderten Geldbeträge bezahlen zu können. In der Regel reißt der Kontakt dann ab, nachdem die Gelder überwiesen wurden – oft handelt es sich dabei um fünf- oder sechsstellige Beträge.
Mehrere Fälle im Bereich der Polizeidirektion Ost
In der Polizeiinspektion Uckermark ermitteln Kriminalisten derzeit in zwei derartigen Fällen. In Schwedt konnte durch das schnelle Handeln von Familienangehörigen eine Katastrophe noch abgewendet werden: Eine 85-jährige Seniorin hatte sich an ihre Familie gewandt, nachdem sie von zwei unbekannten Personen zu einer Überweisung gedrängt worden war. Die Polizei war am 26. Februar 2026 informiert worden und konnte die Überweisung eines vierstelligen Geldbetrages noch verhindern.
Am 20. März 2026 wurde ein weiteres Betrugsverfallen in der Polizeiinspektion Uckermark eingeleitet. Eine 61-jährige Frau war so überzeugend manipuliert worden, dass sie zunächst einen Kredit aufnahm und anschließend einen fünfstelligen Geldbetrag überwies.
Auch ein im September 2025 ermittelter Fall zeigt das perfide Vorgehen: Ein damals 75-Jähriger sollte einen fünfstelligen Betrag überweisen, wurde aber durch sein Geldinstitut gewarnt und erstattete rechtzeitig Anzeige – ohne dass ein Vermögensschaden eintrat.
Die psychologische Belastung der Opfer
Für die Betroffenen ist es oft schwer, sich einzugestehen, dass sie betrogen worden sind. Neben dem erlittenen finanziellen Schaden grämen sich viele, den Kriminellen gutgläubig vertraut und ihr Geld anvertraut zu haben. Die Polizei thematisiert derartige Straftaten daher öffentlich, um Bürger aufzuklären und sie vor dem Verlust größerer Vermögenswerte zu schützen.
Tipps der Polizei zum Schutz vor Betrug:
- Bleiben Sie skeptisch bei in Aussicht gestellten hohen Gewinnen oder Verkaufserlösen.
- Informieren Sie sich umfassend, ob vermeintliche Vermittlungsfirmen oder Geschäftspartner seriös sind oder bereits wegen Betrugsfällen bekannt sind.
- Ziehen Sie Angehörige oder Vertrauenspersonen aus Ihrem persönlichen Umfeld zu Rate.
- Holen Sie sich alternative Angebote ein, indem Sie Dinge, die Sie verkaufen möchten, durch Antiquariate in Ihrer Nähe schätzen lassen.
- Hinterfragen Sie die Sinnhaftigkeit und Höhe von Gebühren, die Sie zahlen sollen.
- Überweisen Sie niemals große Geldbeträge an Ihnen unbekannte Personen.
Frankfurt (Oder): Polizisten mit Stein beworfen
Zu einem Einsatz am Nachmittag des 8. April in der Franz-Mehring-Straße ist es eskaliert: Ein 41-jähriger Pole griff Polizeibeamte an, warf ein Stück Beton nach ihnen und musste schließlich überwältigt werden. Ein 39-jähriger Mann solidarisierte sich daraufhin mit dem Täter und griff ebenfalls die Beamten an. Beide verbrachten die Nacht in Gewahrsam. Der 41-Jährige wird wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte angezeigt. Zudem wird gegen einen 31-Jährigen ermittelt, der seine Ex-Partnerin geschlagen haben soll – der ursprüngliche Grund für den Polizeieinsatz.
Woltersdorf: Buntmetall aus Haus gestohlen
Unbekannte haben sich am 8. April Zutritt zu einem leerstehenden Haus in der Berliner Straße verschafft und Buntmetall mitgenommen. Die Polizei sucht nach den Tätern.
Bundesautobahn 12: Verkehrsunfall mit Verletztem
Ein VW Multivan mit Anhänger hat am 8. April gegen 15:00 Uhr auf der BAB 12 einen Sattelzug überholen wollen. Ein von hinten heranfahrender Audi kollidierte mit dem Anhänger, woraufhin mehrere Fahrzeuge die Kontrolle verloren und gegen den Sattelauflieger stießen. Der Anhänger des Kleintransporters überschlug sich. Ein Beifahrer des Audis wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf etwa 15.000 Euro beziffert. Die Autobahn war bis etwa 16:30 Uhr teilweise gesperrt.
Prenzlau: CDU-Wahlplakat in Flammen – Kriminalpolizei ermittelt
Am Nachmittag des 8. April ist ein Wahlplakat der CDU in der Straße des Friedens in Brand geraten. Das Plakat war an einem Lichtmast befestigt worden und stand im Zusammenhang mit den anstehenden Landratswahlen. Die Flammen griffen auch auf eine angrenzende Hecke über. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Klärung der Hintergründe aufgenommen.
Oberuckersee: Drei Fischerkähne beschädigt
Unbekannte haben am 8. April drei Fischerkähne beschädigt, die am Kossäthensee zwischen Blankenburg und Seehausen lagen. Die Boote sind derzeit nicht mehr einsatzbereit. Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Hintergründen der Attacken.
Schwedt/Oder: 1,98 Promille am Steuer – Führerschein weg
Mit deutlich über dem Grenzwert hat ein 61-Jähriger am 8. April sein Auto in Schwedt/Oder bewegt. Zeugen hatten die Polizei am Mittag gerufen, nachdem sie beobachtet hatten, wie der Mann taumelnd aus seinem Fahrzeug stieg. Ein Atemalkoholtest ergab 1,98 Promille. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt, eine Blutprobe angeordnet.
Eberswalde: Gesuchter Mann mit Haftbefehl gestellt
Die Polizei hat am Abend des 8. April in der Sommerfelder Straße einen 31-Jährigen gestellt, der bei ihrem Anblick die Flucht ergreifen wollte. Der Mann war mit Haftbefehl gesucht worden. Bei der Durchsuchung fanden Beamte Betäubungsmittel und Drogenkonsumzubehör. Das Fahrrad, mit dem er unterwegs war, stellte sich als gestohlen heraus. In seiner Wohnung trafen die Polizisten auf eine 32-jährige Frau, gegen die ebenfalls ein Haftbefehl vorlag. Beide konnten die geforderten Geldstrafen nicht aufbringen und wurden festgenommen.
Finowfurt: Zwei Jugendliche ohne Fahrerlaubnis auf Mopeds
Am Nachmittag des 8. April haben Polizisten in Finowfurt zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche aus dem Verkehr gezogen, die mit Mopeds unterwegs waren – ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Gegen beide wurde ein Verfahren eingeleitet.
Panketal: Gartenschuppen aufgebrochen
Einbrecher haben am Abend des 8. April im Mohnblumenweg einen Gartenschuppen aufgebrochen und dabei mehrere Hundert Euro Sachschaden angerichtet. Ob etwas entwendet wurde, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Ahrensfelde: Alkoholisierter Autofahrer aus dem Verkehr gezogen
Einen unter Alkoholeinfluss stehenden Fahrer hat die Polizei am frühen Morgen des 9. April in der Lindenberger Straße gestoppt. Ein Test zeigte 1,14 Promille an. Der 67-Jährige musste eine Blutprobe lassen und seinen Führerschein abgeben.
Bernau: Ladendieb bedroht Angestellte mit Messer
Am Abend des 8. April hat ein Mann versucht, einen Discounter in der Schwanebecker Chaussee mit vollgepacktem Rucksack zu verlassen. Mitarbeiter nahmen die Verfolgung auf, woraufhin der Verdächtige ein Messer zog und sich damit die Flucht erzwang. Die Polizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls.
Strausberg: Todesfall – Tatverdacht gegen Afghanen nicht erhärtet
Ein 44 Jahre alter Syrer wurde am Abend des 7. April in der Straße Am Annatal mit schweren Verletzungen gefunden und erlag kurz darauf seinen Verletzungen im Krankenhaus. Die Mordkommission verdächtigte zunächst einen 37-jährigen Afghanen und nahm ihn fest. Nach weiteren Untersuchungen konnte sich der Tatverdacht nicht erhärten, weshalb die Festnahme aufgehoben wurde. Die Ermittlungen laufen weiter.
Herzfelde: Garage in Brand
Eine Garage ist am Abend des 8. April im Kageler Weg in Flammen aufgegangen. Feuerwehrleute konnten die Brände löschen, doch der Dachbereich wurde beschädigt. Der Sachschaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt.
Bad Freienwalde: Fahrer mit entzogener Fahrerlaubnis erwischt
Die Polizei hat am Nachmittag des 8. April in Hohenwutzen einen Mercedes gestoppt. Der 59-jährige Fahrer war mit entzogener Fahrerlaubnis unterwegs – die Staatsanwaltschaft Berlin hatte das Dokument zur Sicherstellung ausgeschrieben. Der Wagen wurde beschlagnahmt.
Strausberg: Achtjähriger bei Verkehrsunfall verletzt
Ein VW Golf hat am Abend des 8. April gegen 18:15 Uhr einen acht Jahre alten Jungen in der Straße Am Annatal erfasst. Das Kind wurde verletzt, konnte aber nach ambulanter Behandlung von seinen Eltern mitgenommen werden. Die Kriminalpolizei ermittelt zum Unfallhergang.
Quelle: PD Ost




