Das Theater 89 wirft einen kritischen Blick auf einen wenig betrachteten Wendepunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte: die Vereinigung von SPD und KPD in der Sowjetischen Besatzungszone im April 1946. Unter dem Titel „Zwangsvereinigung oder… es bleibt uns ja nischt Walter Ulbricht“ erzählt die Inszenierung die Geschichte, wie aus den Hoffnungen auf Antifaschismus und Demokratie ein diktatorischer Staat entstand.
Der historische Hintergrund
Vor genau 80 Jahren schien alles möglich zu sein: Die Lehren aus dem Nationalsozialismus sollten zu einer neuen, demokratischen Gesellschaftsordnung führen. Doch bereits 1946 wurde die Sozialdemokratische Partei unter sowjetischem Druck mit der KPD verschmolzen – eine Fusion, die den Weg für die SED-Diktatur ebnete. Das Drehbuch von Hans-Joachim Frank basiert auf dem Buch von Erich W. Gnige „Jahre mit Ulbricht“, der 1945 die SPD wieder aufbaute und den Vereinigungsprozess mit skeptischem Blick mitverfolgte.
Die Aufführung
Das Theater 89 präsentiert seine Inszenierung am Freitag, 24. April 2026, um 19:00 Uhr im Konzertsaal der Burg Beeskow. Die Produktion entstand in Kooperation mit der Historischen Kommission der SPD Brandenburg und dem Brandenburger Forum für Sozial- und Demokratiegeschichte.
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein moderiertes Gespräch zum Thema statt – eine Gelegenheit, die Fragen der Geschichte und ihre Lehren zu vertiefen.
Der Eintritt ist frei.
Quelle: Burg Beeskow




