Meldungen aus Brandenburg
Demonstration und Kundgebung für die Zukunft der Stahlindustrie in Berlin
Unter dem Motto „Stahl hat Zukunft – bei uns!" ruft die IG Metall am 12. Juni 2026 zu einer Kundgebung in Berlin auf. Beschäftigte aus dem ganzen Bundesgebiet werden für eine starke Stahlindustrie in Deutschland demonstrieren. Ab 10:00 Uhr startet ein Demonstrationszug vom Brandenburger Tor zum Kundgebungsort. Die Kundgebung beginnt um 11:00 Uhr vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Invalidenpark, 10115 Berlin. Erwartet werden rund tausend Teilnehmende.
Als Redner sprechen unter anderem Jürgen Kerner (Zweiter Vorsitzender der IG Metall), Felix Banaszak (Parteivorsitzender Bündnis 90/Die Grünen), Ines Schwerdtner (Parteivorsitzende Die Linke) sowie Betriebsratsvorsitzende und Arbeitsdirektoren aus der Stahlbranche.
Wasserstofftour: Wirtschaftsministerin besucht Region Prignitz-Oberhavel und Havelland-Fläming
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wasserstofftour durch die Regionen" besuchte Wirtschaftsministerin Martina Klement die Regionen Prignitz-Oberhavel und Havelland-Fläming. Ein besonderer Fokus lag auf der Besichtigung des neuen wasserstofffähigen Blockheizkraftwerks (BHKW) in Oranienburg. Die Anlage läuft derzeit noch mit Erdgas, kann aber nahtlos auf 100 Prozent klimaneutralen Wasserstoff umgestellt werden.
Ministerin Klement betonte, das Projekt zeige eindrucksvoll, dass die Energiewende in Brandenburg bereits umgesetzt werde – innovativ, pragmatisch und mit Blick auf die Zukunft. Auch Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder hob die Bedeutung der Wasserstoffwirtschaft für die Region hervor und verwies auf das Wasserstoffwerk in Wensickendorf sowie die H₂-ready-Projekte der Stadtwerke Oranienburg.
Die Wasserstofftour ist eine gemeinsame Initiative der Regionalen Planungsgemeinschaften, des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa (MWEKE) und der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB). Weitere Informationen unter: mweke.brandenburg.de
Aufarbeitungsbeauftragte übergibt 8. Tätigkeitsbericht an Landtagspräsidentin
Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD), übergab den 8. Tätigkeitsbericht an Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke und stellte ihn den Medien vor. Der Bericht umfasst die Arbeit der Jahre 2024 und 2025 und zeigt, dass das Interesse an der Aufarbeitung der SED-Diktatur in Brandenburg ungebrochen groß ist.
Im Berichtszeitraum gab es über 7.000 Beratungskontakte mit rund 1.300 Ratsuchenden – ein Anstieg um 28 Prozent gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum. Ein wesentlicher Impuls ging von der Novellierung der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze aus: Die Opferrente wurde auf 400 Euro angehoben, die Bedürftigkeitsprüfung entfällt, und ehemalige Zwangsausgesiedelte erhalten eine Einmalzahlung von 7.500 Euro.
Im Härtefallfonds des Landes Brandenburg stehen noch Mittel zur Verfügung – Anträge können ab sofort gestellt werden unter: aufarbeitung.brandenburg.de/beratung/haertefallfonds
Führerscheinumtausch im Landkreis Märkisch-Oderland: Jetzt Termin vereinbaren
Das Straßenverkehrsamt des Landkreises Märkisch-Oderland weist darauf hin, dass alle Führerscheine mit dem Ausstellungsjahr 2002 bis 2004 bis spätestens 19. Januar 2027 umgetauscht werden müssen. Maßgeblich ist das Ausstellungsjahr im Feld 4a auf dem Kartenführerschein.
Da im Landkreis jährlich rund 13.000 Führerscheine umzutauschen sind, bittet das Straßenverkehrsamt alle Betroffenen, den Antrag frühzeitig zu stellen und nicht erst kurz vor Fristende zu warten – um Terminengpässe zu vermeiden. Der Umtausch betrifft nur das Dokument, eine neue Fahrprüfung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen und Terminbuchung: maerkisch-oderland.de
Baustart für Neubau auf dem Campus der Fachhochschule Potsdam
Mit dem Beginn vorbereitender Bauarbeiten nimmt der geplante Neubau auf dem Campus der Fachhochschule Potsdam konkrete Formen an. Unter Verantwortung des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB) entsteht ein Lehr- und Forschungsgebäude mit einem Bauvolumen von 20,4 Mio. Euro. Seit April finden an der Kiepenheuerallee erste Arbeiten zur Vorbereitung der Baugrube statt. Der Rohbaubeginn ist für Mitte Juli 2026 vorgesehen.
Das Gebäude ist insbesondere für den Fachbereich Bauingenieurwesen inklusive Forschungslabs sowie eine Forschungskita des Fachbereichs Sozial- und Bildungswissenschaften geplant. Insgesamt entstehen rund 1.841 Quadratmeter Hauptnutzfläche im BNB-Silber-Standard. Mit dem Neubau wird auch die Campusmitte erstmals als Aufenthaltsfläche mit einem Campushain aus verschiedenen Baumgruppen gestaltet.
Lange Nacht der Wissenschaften 2026 zog rund 30.000 Besucherinnen und Besucher an
Die 26. Lange Nacht der Wissenschaften zog am Abend des 7. Juni 2026 rund 30.000 Besucherinnen und Besucher in die Hörsäle, Labore und Forschungseinrichtungen der Hauptstadt. An mehr als 1.000 Programmpunkten in ganz Berlin gaben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in aktuelle Forschung. Das Programmspektrum reichte von Medizin über Klima- und Umweltforschung bis zu Digitalisierung sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.
Eröffnet wurde die Veranstaltung im Max Delbrück Center von Berlins Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra. Die nächste Lange Nacht der Wissenschaften ist für den 19. Juni 2027 vorgesehen.
Ostdeutsche Azubis stehen auf „Loslegen" – IHK-Befragung zeigt klare Prioritäten
Die Auswertung der diesjährigen Befragung von 5.314 Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr der IHKs aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt Einblicke in die Erwartungen junger Menschen. Insgesamt 85 Prozent der Befragten würden ihre Ausbildung weiterempfehlen. Rund 94 Prozent gaben an, dass praktische Tätigkeiten und der unmittelbare Einstieg in den Berufsalltag wichtige Gründe für die Entscheidung für eine Ausbildung sind.
24 Prozent der Befragten haben bereits ein Ausbildungsangebot aufgrund zu großer Entfernung oder schlechter Verkehrsanbindung abgelehnt. Künstliche Intelligenz ist inzwischen Teil des Ausbildungsalltags: 62 Prozent der Auszubildenden nutzen KI-Anwendungen in ihrer Freizeit, knapp 50 Prozent bereits in der Berufsschule. Weitere Informationen: ihk.de/ostbrandenburg




