Mit einem deutsch-polnischen Jugendprojekt setzt das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (BSOF) in der Spielzeit 2026/27 seine Education-Arbeit fort. Das Stück trägt den Titel „Kaleidoskop – Wie gehen wir miteinander um“. Es verbindet aktuelle Debatten um individuelle und gesellschaftliche Vielfalt mit der Geschichte von Jesus von Nazareth und dessen Eintreten für Empathie, Freundlichkeit, Mitleid und Liebe. Gefördert wird das Projekt wesentlich von der Sparkasse Oder-Spree, die die Education-Arbeit des BSOF seit vielen Jahren unterstützt.

Das Besondere an dem Stück ist, dass es die Grenzlage des Aufführungsortes und dessen wachsende Internationalität aufgreift. Frankfurt (Oder) zählt in Brandenburg zu den Städten mit der vielfältigsten Bevölkerung; in der Stadt leben Menschen aus 120 Nationen. Ob dieses Kaleidoskop unterschiedlichster persönlicher Hintergründe eine Bereicherung oder ein Problem darstellt, ist die zentrale Frage des Projekts. Damit beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler des Europa-Gymnasiums Frankfurt (Oder), der Frankfurter Musikschule, der Singakademie Frankfurt (Oder) und des Lyzeums am Collegium Polonicum in Słubice. Umgesetzt wird das Ganze choreographisch, filmisch, sängerisch, schauspielerisch und zeichnerisch sowie mit Auszügen aus Bachs Matthäus- und Johannes-Passion. Dazu kommen Stücke von Astor Piazzolla, dem Erfinder des Tango nuevo.
Musikalisch geleitet wird das Projekt vom neuen Generalmusikdirektor Felix Mildenberger. Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser nannte es ein wichtiges Signal für das Orchester und die Doppelstadt, dass der neue Chefdirigent die Education-Arbeit gleich zur Chefsache macht.
Geplant sind bislang folgende Aufführungen: am 10. Oktober 2026 um 15:00 Uhr und 16:45 Uhr im Atrium des Frankfurter Rathauses sowie am 12. Oktober um 12:00 Uhr im Collegium Polonicum.
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)




