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Die anhaltend hohen Temperaturen belasten die Straßeninfrastruktur in Brandenburg. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung weist darauf hin, dass der Landesbetrieb Straßenwesen das Netz der Landesstraßen besonders engmaschig kontrolliert, und appelliert vor dem Hintergrund möglicher Hitzeschäden an ein umsichtiges Fahrverhalten – insbesondere mit schweren Fahrzeugen.

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Bei intensiver Sonneneinstrahlung können sich Fahrbahnen auf deutlich mehr als 60 Grad Celsius aufheizen. Bleibt die nächtliche Abkühlung aus, wird das im Asphalt enthaltene Bindemittel weich. Es kann an die Oberfläche treten und zu Verformungen wie Spurrinnen, Aufwölbungen oder sich lösenden Asphaltstücken führen. Solche Schäden treten nicht flächendeckend auf. Ob und in welchem Umfang Fahrbahnen beeinträchtigt werden, hängt vom Zusammenspiel mehrerer Faktoren ab – vor allem von der Oberflächentemperatur der Fahrbahn, der Dauer der Hitzeperiode, der Verkehrsbelastung sowie von Bauweise und Zustand der Straße. Betroffen sind in der Regel einzelne Abschnitte, an denen mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen.

Das Ministerium bittet Fahrerinnen und Fahrer schwerer Fahrzeuge, Fahrten bei großer Hitze umsichtig zu planen, besonders belastete Straßenabschnitte mit erhöhter Aufmerksamkeit zu befahren und unnötige zusätzliche Belastungen des Fahrbahnbelags zu vermeiden. Wo es betrieblich möglich ist, sollten Fahrten in die kühleren Tageszeiten verlegt werden.

Der Landesbetrieb Straßenwesen kontrolliert das Netz der Bundes- und Landesstraßen verstärkt, hat die Rufbereitschaft ausgeweitet und ausreichend Material – insbesondere Splitt – für kurzfristige Sicherungsmaßnahmen bereitgestellt. So können mögliche Schäden frühzeitig erkannt, betroffene Stellen gesichert und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit schnell eingeleitet werden. Wo erste Verformungen sichtbar werden, sichert der Landesbetrieb betroffene Stellen ab, ordnet bei Bedarf Geschwindigkeitsbegrenzungen an oder leitet Reparaturen ein. Kleinere Schäden können vorübergehend durch sogenanntes Absplitten gesichert werden, bis eine dauerhafte Instandsetzung erfolgt.

Besondere Vorsicht gilt auch für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer. Verformungen der Fahrbahn, sich lösende Asphaltbestandteile und Splitt auf gesicherten Schadstellen können das Sturzrisiko erhöhen. Sie sollten daher ihre Geschwindigkeit anpassen, ausreichend Abstand halten und auf kurzfristige Beschilderungen sowie Sicherungsmaßnahmen besonders achten. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, auf kurzfristig eingerichtete Geschwindigkeitsbegrenzungen und Absicherungen zu achten und bei erkennbaren Fahrbahnveränderungen besonders aufmerksam zu fahren. Die Verkehrssicherheit hat oberste Priorität.


Quelle: MIL Land Brandenburg

 

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