Meldungen aus Brandenburg
Sicher mit dem Rad zum Bahnhof Fangschleuse: Neuer TESLA-Radweg ist freigegeben
Der neue TESLA-Radweg (RW 05.1) zwischen Gottesbrück und dem neuen Bahnhof Fangschleuse ist am Freitag, 14. August 2026, offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Gemeinsam mit Vertretern des Landes Brandenburg, der Gemeinde Grünheide sowie den an Planung und Bau beteiligten Unternehmen wurde die neue Verbindung feierlich eröffnet. Im Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Oder-Spree und der Gemeinde Grünheide entstand auf rund 894 Metern Länge ein drei Meter breiter asphaltierter Radweg; die Gemeinde Grünheide übernahm dafür den erforderlichen Grunderwerb. Zudem wurde die Anbindung an das Brückenbauwerk Gottesbrück erneuert, Querungsmöglichkeiten wurden geschaffen und der Oberförstereiweg angebunden. Entlang der Strecke sorgen 21 LED-Leuchten mit intelligenter Lichtsteuerung für eine bedarfsgerechte Beleuchtung auch bei Dunkelheit. Staatssekretär Volker-Gerd Westphal vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung betonte, die neue Verbindung verknüpfe das Fahrrad direkt mit dem Bahnhof Fangschleuse und schaffe damit eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige, alltagstaugliche Mobilität in der Region. Sascha Gehm, Erster Beigeordneter und Dezernent für Recht und Ordnung des Landkreises Oder-Spree, sprach von einer wichtigen geschlossenen Lücke in der Verkehrsinfrastruktur rund um Fangschleuse. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 878.000 Euro, davon rund 683.000 Euro für die eigentlichen Bauleistungen. Das Land Brandenburg fördert das Vorhaben nach der Richtlinie KStB Bbg in Verbindung mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land" mit rund 612.000 Euro. Baubeginn war der 18. Mai 2026, die technische Abnahme erfolgte bereits am 31. Juli 2026. Ausgeführt wurden die Bauarbeiten durch die AS+BE Asphalt- und Betonstraßenbau GmbH, Planung und Bauüberwachung lagen bei der GEGAT Planungsgesellschaft mbH.
Quelle: Landkreis Oder-Spree, Pressestelle, Medieninformation vom 14. August 2026
Innenministerium fördert Feuerwehrnachwuchs mit fast 430.000 Euro
Das Brandenburger Innenministerium unterstützt den Feuerwehrnachwuchs im Land in diesem Jahr mit fast 430.000 Euro. Das Geld erhalten insgesamt 75 Träger von Kinder- und Jugendfeuerwehren und von Schulen mit dem Angebot „Feuerwehr macht Schule" sowie Einheiten der im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen. Beim Ministerium waren insgesamt 98 Anträge für eine Zuwendung im Bereich der Nachwuchsgewinnung im Brand- und Katastrophenschutz und der Brandschutzerziehung eingereicht worden, 75 davon wurden positiv beschieden. Zuwendungsfähig sind unter anderem die Schutzbekleidung der Jugendfeuerwehren, Werbematerialien zur Nachwuchsgewinnung, Ausbildungs- und Medientechnik, die Beschaffung von Transportfahrzeugen sowie Materialien der Erste-Hilfe-Ausbildung und der Rettungsschwimmausbildung von Jugendlichen. Grundlage der Zuwendungen ist die Brand- und Katastrophenschutzrichtlinie (BKS-RL) des Innenministeriums, mit der die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den freiwilligen Feuerwehren und den im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen ausgebaut und erhalten werden soll.
Übersicht über die befürworteten Anträge 2026 anzeigen (75 Einträge)
| GK | Antragsteller | bewilligte Zuwendung |
|---|---|---|
| Stadt | Cottbus | 2.027,79 € |
| Stadt | Cottbus | 11.269,56 € |
| Verein | Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Germendorf e. V. | 2.998,47 € |
| Amt | Brück | 3.359,99 € |
| Amt | Schlaubetal | 3.786,68 € |
| Gemeinde | Heideblick | 4.266,44 € |
| Amt | Kleine Elster (Niederlausitz) | 3.189,68 € |
| Verein | Feuerwehrverein Gusow-Platkow e. V. | 7.398,33 € |
| Amt | Barnim-Oderbruch | 6.560,00 € |
| Stadt | Kyritz | 2.208,00 € |
| Stadt | Wriezen | 1.463,70 € |
| Amt | Peitz | 15.000,00 € |
| Gemeinde | Am Mellensee | 6.548,65 € |
| Amt | Lieberose/Oberspreewald | 2.827,84 € |
| Verein | Gemeindefeuerwehrverband Wendisch-Rietz e. V. | 5.060,90 € |
| Gemeinde | Grünheide (Mark) | 7.513,18 € |
| Amt | Döbern-Land | 4.386,53 € |
| Amt | Neustadt (Dosse) | 5.888,76 € |
| Amt | Lenzen-Elbtalaue | 6.298,13 € |
| Amt | Elsterland | 2.461,78 € |
| Gemeinde | Nordwestuckermark | 3.602,82 € |
| Stadt | Wittstock/Dosse | 15.000,00 € |
| Amt | Peitz | 21.600,00 € |
| Amt | Golzow | 3.415,01 € |
| Verein | Arbeiter-Samariter-Bund Rathenow e. V. | 4.020,68 € |
| Amt | Seelow-Land | 4.340,17 € |
| Stadt | Kyritz | 4.940,46 € |
| Stadt | Königs Wusterhausen | 7.372,53 € |
| Amt | Rhinow | 2.280,27 € |
| Stadt | Bad Belzig | 3.088,20 € |
| Amt | Temnitz | 5.646,31 € |
| Stadt | Treuenbrietzen | 2.409,63 € |
| Verein | Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Regionalverband Südbrandenburg | 2.257,74 € |
| Stadt | Teltow | 2.760,00 € |
| Stadt | Trebbin | 3.907,06 € |
| Stadt | Potsdam | 31.500,00 € |
| Stadt | Ludwigsfelde | 4.300,18 € |
| Stadt | Rheinsberg | 2.403,61 € |
| Stadt | Wittstock/Dosse | 5.007,52 € |
| Schulträger | Dr. P. Rahn & Partner Schulen in fr.T. gGmbH Freie Oberschule im Stift Neuzelle | 2.563,55 € |
| Verein | DLRG Ortsgruppe Hennigsdorf e. V. | 11.813,75 € |
| Verein | DLRG Ortsgruppe Hennigsdorf e. V. | 3.622,14 € |
| Stadt | Treuenbrietzen | 2.902,34 € |
| Stadt | Herzberg (Elster) | 3.838,40 € |
| Amt | Lieberose/Oberspreewald | 1.152,21 € |
| Verein | DLRG Landesverband Brandenburg e. V. | 4.360,16 € |
| Verein | Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsfelde e. V. | 11.642,33 € |
| Amt | Gramzow | 15.000,00 € |
| Gemeinde | Heidesee | 9.481,35 € |
| Stadt | Premnitz | 4.231,87 € |
| Gemeinde | Heidesee | 1.084,33 € |
| Amt | Beetzsee | 12.691,65 € |
| Gemeinde | Panketal | 1.728,07 € |
| Verein | Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Premnitz e. V. | 3.415,84 € |
| Gemeinde | Kolkwitz | 1.774,38 € |
| Gemeinde | Neuenhagen bei Berlin | 1.924,85 € |
| Verein | Brandschutzverein FF Bralitz e. V. | 1.700,00 € |
| Verein | Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Regionalverband Nordbrandenburg | 3.002,66 € |
| Stadt | Werder (Havel) | 1.259,12 € |
| Stadt | Werder (Havel) | 1.403,20 € |
| Amt | Wusterwitz | 7.711,54 € |
| Gemeinde | Kloster Lehnin | 4.914,30 € |
| Stadt | Müncheberg | 3.729,59 € |
| Gemeinde | Schöneiche bei Berlin | 1.989,50 € |
| Amt | Odervorland | 1.253,61 € |
| Amt | Odervorland | 1.298,61 € |
| Verein | Krasse Dorfkids e. V. Abteilung JFW | 11.000,00 € |
| Gemeinde | Niedergörsdorf | 7.398,42 € |
| Landkreis | Havelland | 4.934,99 € |
| Stadt | Neuruppin | 9.523,83 € |
| Stadt | Perleberg | 6.541,36 € |
| Stadt | Drebkau | 5.701,20 € |
| Schulträger | Hoffbauer gGmbH Evangelische Gesamtschule Kleinmachnow | 4.939,68 € |
| Amt | Scharmützelsee | 14.588,00 € |
| Verein | Feuerwehrverein Altes Lager e. V. | 6.068,70 € |
| Gesamt | 426.552,13 € | |
Quelle: Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg, Pressemitteilung vom 14. August 2026
Brandenburg erinnert an die Opfer von Mauerbau und deutscher Teilung
65 Jahre nach dem Mauerbau haben der Landtag Brandenburg, die Landesregierung, die Beauftragte des Landes zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und die Gemeinde Schönefeld gemeinsam der Opfer der deutschen Teilung und des DDR-Grenzregimes gedacht. Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke hielt die Gedenkrede bei der zentralen Veranstaltung in Schönefeld, Aufarbeitungsbeauftragte Dr. Maria Nooke informierte im Rahmen einer dokumentarischen Lesung über die Grenzsituation und den Tod von Eberhard Schulz an der Berliner Mauer. Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister des Innern und für Kommunales, Dr. Jan Redmann, legte gemeinsam mit der Landtagspräsidentin, der Aufarbeitungsbeauftragten sowie Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel Kränze an der Erinnerungsstele für Eberhard Schulz nieder. Der Gang zur Stele wurde von einer Installation mit den Namen der 140 Menschen begleitet, die infolge des DDR-Regimes an der Berliner Mauer ums Leben kamen. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Ensemble Orbis Quartett.
Quelle: Landtag Brandenburg / Staatskanzlei des Landes Brandenburg / Die Beauftragte des Landes zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur / Gemeinde Schönefeld, Pressemitteilung vom 13. August 2026
Redmann: Enge Zusammenarbeit bei Drohnenabwehr wichtiger denn je
Innenminister Dr. Jan Redmann hat sich bei einem Sicherheitsgespräch auf dem Flughafen Berlin Brandenburg mit Vertretern unter anderem von Bundespolizei, Flughafengesellschaft und Deutscher Flugsicherung zur aktuellen Lage ausgetauscht. Hintergrund war der Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle in der vergangenen Woche. Redmann betonte, der BER sei nicht nur Verkehrs-, sondern auch Regierungsflughafen und begrüßte die Ankündigung des Bundes, die Drohnenabwehr der Bundespolizei zu verdoppeln. Zudem tauschte sich der Minister mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen aus Bund und Ländern aus; die Strukturen der Drohnenabwehr seien etabliert, würden aber weiter angepasst. Das Innenministerium arbeitet derzeit an einem Gesetzentwurf zum Schutz kritischer Infrastruktur, der Betreibern wie Kraftwerken oder Rechenzentren auf Antrag hoheitliche Befugnisse zur Drohnenabwehr übertragen soll. Eine Verpflichtung dazu ist nicht vorgesehen. Der Entwurf soll noch in diesem Jahr in die Ressortabstimmung gehen.
Quelle: Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg, Pressemitteilung vom 13. August 2026
Berlin und Brandenburg erleichtern Gütertransporte wegen Niedrigwassers
Wegen der anhaltenden Niedrigwasserlage erleichtern Berlin und Brandenburg den Transport von Gütern auf der Straße. Beide Länder haben befristete Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw erteilt, auch das Samstagsfahrverbot nach der Ferienreiseverordnung wird ausgesetzt. Die Ausnahmen gelten bis einschließlich 31. August 2026 und betreffen geschäftsmäßige Beförderungen von Gütern, die üblicherweise über Binnenschifffahrtsstraßen transportiert werden, einschließlich erforderlicher Leerfahrten. Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde sprach von einem präventiven, temporären Schritt zur Sicherung der Lieferketten. Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach erklärte, mit der befristeten Ausnahme werde gezielt Spielraum für die vom Niedrigwasser betroffenen Transporte geschaffen, ohne das Sonntagsfahrverbot grundsätzlich infrage zu stellen. Die Regelung gilt für Lkw über 7,5 Tonnen sowie für Lkw mit Anhängern; Großraum- und Schwertransporte sind ausgenommen.
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg / Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Berlin, Gemeinsame Pressemitteilung vom 12. August 2026
Neue Nachhaltigkeits- und Klimaplattform Brandenburg geht online
Die bisherige „Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg" präsentiert sich unter dem neuen Namen „Nachhaltigkeits- und Klimaplattform Brandenburg" in überarbeitetem Design. Wirtschafts- und Energieministerin Martina Klement erklärte, mit dem Relaunch entstehe eine moderne, nutzerfreundliche Anlaufstelle für Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik; zugleich trage die Umbenennung der wachsenden Bedeutung des Klimaschutzes Rechnung. Die Plattform informiert über Entwicklungen, Projekte und Veranstaltungen rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Land und soll Vernetzung und Austausch der Initiativen stärken. Mit Aufbau und Betreuung der neuen Geschäftsstelle hat das Ministerium die agrathaer GmbH beauftragt. Die 2019 eingerichtete Plattform ist ab sofort unter plattform-bb.de erreichbar.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Brandenburg, Pressemitteilung vom 12. August 2026
Zuwanderung allein reicht nicht: Brandenburg muss Integration endlich besser machen
Die Volkssolidarität Brandenburg mahnt angesichts des Fachkräftemangels eine bessere Integrationspolitik an. Der jüngste Zuwanderungs- und Integrationsbericht des Landes zeige, dass Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit längst ein wichtiger Teil des Brandenburger Arbeitsmarktes seien, besonders deutlich in der Pflege: Ende 2025 hatte fast jeder vierte Auszubildende im Gesundheitswesen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Vorstandsvorsitzende Katharina Slanina forderte schnellere Anerkennungsverfahren, verlässliche Sprachförderung und weniger Bürokratie, damit Fachkräfte zügig im Beruf ankommen könnten. Die Volkssolidarität verlangt, Integration stärker als Teil der Fachkräftesicherung zu begreifen: Das Land solle Verfahren dort vereinfachen, wo es Handlungsspielräume hat, und sich beim Bund für schnellere Anerkennungsverfahren einsetzen.
Quelle: Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V., Pressemitteilung vom 11. August 2026
45 Jahre gearbeitet und trotzdem arm im Alter
Die Volkssolidarität Brandenburg warnt vor Altersarmut trotz langjähriger Erwerbstätigkeit. Laut einer Sonderauswertung der Deutschen Rentenversicherung zum Rentenbestand 2025 erhalten in Brandenburg 131.254 Menschen mit mindestens 45 Versicherungsjahren eine Altersrente von weniger als 1.446 Euro monatlich. Vorstandsvorsitzende Katharina Slanina forderte, die aktuelle Rentendebatte müsse die Lebensrealität der Menschen in Brandenburg berücksichtigen: Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt habe, dürfe im Alter nicht vor finanziellen Sorgen stehen. Auch die Zahl der Menschen, die in Brandenburg auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind, ist deutlich gestiegen: von 23.767 im Jahr 2016 auf 29.925 Ende 2025, ein Anstieg von rund 26 Prozent. Die Volkssolidarität fordert eine bessere Absicherung langjähriger Erwerbsbiografien und eine verlässliche Finanzierung sozialer Angebote für ältere Menschen.
Quelle: Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V., Pressemitteilung vom 5. August 2026




