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Brandenburg: Beim Altersvorsorgedepot lohnt sich Abwarten

Banken locken mit Prämien und „Early Bird“-Angeboten für das neue Altersvorsorgedepot. Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät, sich davon nicht drängen zu lassen: Wer einen Vertrag erst im Laufe des Jahres 2027 abschließt, bekommt für dieses Jahr trotzdem die volle Förderung.

Mehr Rendite, aber auch mehr Schwankungen

Mit dem neuen Altersvorsorgedepot soll die geförderte Altersvorsorge stärker über Wertpapiere wie Fonds und ETFs aufgebaut werden können. Anders als bei der Riester-Rente ist keine Beitragsgarantie vorgeschrieben. Das eröffnet langfristig höhere Renditechancen, bedeutet für Sparerinnen und Sparer aber auch, dass sie Wertschwankungen aushalten müssen.

Werbeaktionen einzelner Anbieter sollten deshalb kein Grund für eine schnelle Unterschrift sein. „Niemand sollte wegen eines Willkommens-Geschenks über einen Vertrag entscheiden, der über Jahrzehnte läuft. Zwischen einem sehr guten und einem mittelmäßigen Altersvorsorgeprodukt können am Ende mehrere Zehntausend Euro Differenz liegen“, sagt Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Förderung hängt nicht vom Abschlusstermin ab

Entscheidend für die staatliche Förderung sind die persönlichen Voraussetzungen und die Eigenbeiträge, die im jeweiligen Beitragsjahr eingezahlt werden. Ein Abschluss direkt zum Jahresbeginn ist dafür nicht nötig. Es bleibt also genug Zeit, die Angebote in Ruhe und unabhängig zu vergleichen.

Standarddepot mit Kostenobergrenze

Eine Variante ist das Standarddepot. Hier gilt eine Kostenobergrenze, bespart werden zwei Fonds, die der Anbieter vor Vertragsabschluss festlegt. Neben privaten Anbietern soll auch ein staatlicher Träger ein solches Depot anbieten. Wann es verfügbar ist und wie die konkreten Angebote aussehen, steht noch nicht fest – ein weiterer Grund, die Entwicklung abzuwarten.

Darauf kommt es beim Vergleich an– Kosten des Produkts– Anlagestrategie– Renditechancen und Risiken– die eigene persönliche Situation

Weitere InformationenAktuelle Informationen und Beratungsangebote: verbraucherzentrale-brandenburg.de

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg