Berlin Tattoo: 700 Musiker aus zehn Nationen
Dudelsäcke, Marschmusik und eine Violinistin, die durch die Luft schwebt: Am 7. und 8. November 2026 gastiert das Berlin Tattoo mit drei Shows in der Max-Schmeling-Halle. Es gilt als das größte Festival der Blas- und Militärmusik in Deutschland.

Musik im Gleichschritt
Unter einem Tattoo versteht man ein internationales Festival ziviler und militärischer Blasmusik. In Berlin treten traditionelle Blaskapellen, Musikkorps sowie militärische und repräsentative Formationen auf, dazu Marching Bands mit modernen Fassungen weltbekannter Melodien. Choreographien, Showelemente, Fahnenschwenker und Tänzer in Kostüm und Tracht ergänzen das Programm.
Die Formationen 2026
Die Teilnehmer werden jedes Jahr neu ausgewählt. Für 2026 haben folgende Formationen zugesagt (Stand Oktober 2026):
Höhepunkt jeder Show ist das Finale: Dann vereinen sich alle rund 700 Mitwirkenden zum großen „Orchester der Nationen“ und musizieren gemeinsam.
Fliegende Violine und schottische Highlands
Zu den Topacts zählt die Violinistin Coco Belle. Die Konzertviolinistin aus Transsilvanien verbindet live gespielte Musik mit Luftakrobatik und spielt dabei hoch über der Bühne.
Ohne keltische Klänge kommt kein Tattoo aus: Rund 120 Pipes and Drums nehmen das Publikum mit dem Klang ihrer Dudelsäcke mit in die schottischen und irischen Highlands.

Berliner Tradition seit 1947
Das Berlin Tattoo ist der Nachfolger des Berliner Militärmusikfestes, das unter verschiedenen Namen von 1947 bis 2010 stattfand. Seit 15 Jahren ist die Max-Schmeling-Halle der Austragungsort. Mit 15.000 Besuchern und mehr als 700 Mitwirkenden pro Jahr zählt das Berlin Tattoo nach Angaben der Veranstalter neben dem Edinburgh Military Tattoo zu den größten Musikveranstaltungen dieser Art in Europa.
Woher der Name kommt
Der Begriff stammt aus dem niederländischen Militär des 17. Jahrhunderts. Mit dem Befehl „Doe den tap toe!“ (Mach den Zapfhahn zu!) wurde der Ausschank beendet und die Nachtruhe im Lager angeordnet. Der deutsche Ausdruck „Zapfenstreich“ hat denselben Ursprung.
Quelle: Musikparade GmbH
Fotos: © Musikparade GmbH




