Stadtmuseum Frankfurt (Oder) erhält Modell der MS Frankfurt/Oder
Ein Schiffsmodell aus dem Nachlass eines Kapitäns erinnert an einen Frachter der DDR-Handelsflotte, mit dem der Satellitenseefunk in die Flotte der Deutfracht/Seereederei Rostock kam.
Foto: Dr. Sonja MichaelsDas Frankfurter Stadtmuseum hat ein neues Objekt in seiner Sammlung: ein Modell des Semicontainerschiffes MS Frankfurt/Oder. Das Originalschiff wurde am 21. September 1979 in Dienst gestellt und befuhr bis Anfang der 1990er-Jahre für die Deutfracht/Seereederei Rostock (DSR) die Weltmeere, vor allem in Richtung Asien.
Gebaut wurde das Schiff ab 1978 in der Warnow-Werft in Warnemünde als Teil der Baureihe Meridian II. Als sogenanntes Semicontainerschiff konnte es bis zu 279 Standardcontainer oder alternativ rund 18.000 Kubikmeter Schütt- und Stückgut transportieren.
Satellitenfunk statt Analogfunk
Zu Beginn der 1980er-Jahre schrieb die MS Frankfurt/Oder ein Kapitel ostdeutscher Technikgeschichte. Ab 1983 wurde auf dem Schiff der Satellitenseefunk des Systems INMARSAT für die Schiffe der Reederei erprobt. Am 3. Januar 1984 wurde der Satellitenfunk mit der MS Frankfurt/Oder offiziell in der Flotte der DSR eingeführt und damit das Ende des Analogfunks eingeläutet.
Das Modell stammt aus dem Nachlass eines Kapitäns, der der Oderstadt lange verbunden war und selbst auf der MS Frankfurt/Oder zur See fuhr. Das Schifffahrtsmuseum Rostock hat es an das Frankfurter Stadtmuseum abgegeben.
Die MS Frankfurt/Oder in Zahlen
Quelle: Stadt Frankfurt (Oder)




