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Am 20. Juni 2026 dreht sich in der St.-Marien-Kirche Frankfurt (Oder) alles um die Frage: Wie erinnern wir uns an verstorbene Menschen – früher und heute? Von 10:00 bis 17:00 Uhr gibt es Vorträge, eine Diskussionsrunde und Führungen rund um das Thema Begräbnis- und Gedächtniskultur. Der Eintritt ist kostenlos.

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So läuft der Tag ab

Um 10:00 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser die Veranstaltung. Danach sprechen drei Referentinnen und Referenten zu verschiedenen Themen: Historikerin Henriette Brendler erzählt, wie in Frankfurt (Oder) früher begraben und getrauert wurde. Professorin Mechthild Noll-Minor erklärt, wie alte Gruftanlagen aus dem 17. und 18. Jahrhundert heute erhalten und gepflegt werden. Professor Werner Schiffauer widmet sich einer islamischen Überlieferung über das Ende der Zeit.

Ab 14:00 Uhr folgt eine offene Diskussionsrunde: Wie gehen wir heute mit Tod und Erinnerung um – ob religiös oder nicht? Mit dabei sind unter anderem ein Superintendent, eine Trauerrednerin, eine Kulturwissenschaftlerin und ein Imam aus Berlin.

Ab 15:30 Uhr starten verschiedene Führungen – etwa über den Frankfurter Hauptfriedhof. Bei der Führung „Sprechende Steine“ durch St. Marien berichtet Restauratorin Anke Höchel-Pradel, wie das barocke Erbbegräbnis von Friedrich Wilhelm Roloff und seiner Frau Margaretha aufwendig restauriert wurde. Dieses besondere Grabmal ist eines der Highlights des Tages. Es wurde über mehrere Jahre gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam und mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wiederhergestellt. Auch das Bestattungshaus Rost & Rost ist vor Ort und zeigt im Seitenschiff aktuelle Neuheiten aus dem Bestattungswesen.

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme an allen Programmpunkten – inklusive Mittagsimbiss – ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Anmeldung bis 15. Juni 2026 gebeten: https://eveeno.com/gedaechtnistag-marienkirche

Wer nur die Vorträge besuchen möchte, kann auch spontan vorbeikommen. Ein Tipp: Auch bei warmem Wetter empfiehlt sich in der Kirche warme Kleidung.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Kulturbüros: www.kulturbuero-ffo.de


Vorschaubild:Beim Gedächtnistag in St. Marien steht auch das barocke Erbbegräbnis von Wilhelm Roloff im Fokus. Es wurde über mehrere Jahre restauriert. Foto: Kulturbüro/Henriette Brendler
Quelle: Kulturbüro Frankfurt (Oder)

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