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Der Landkreis Oder-Spree will seine Gesundheitsversorgung neu organisieren. Rettungsdienst, Seniorenheime und das Oder-Spree-Krankenhaus in Beeskow mit seinem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sollen künftig unter einem Dach zusammenarbeiten – dem GesundVerbund Oder-Spree GmbH.

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Mehrere Hunderttausend Euro Einsparungen möglich

Durch die Bündelung versprechen sich die Verantwortlichen erhebliche Vorteile: Gemeinsame Verwaltungsstrukturen, zentrale Beschaffung und die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur sollen jährlich mehrere Hunderttausend Euro einsparen.

Doch es geht um mehr als nur Geld. Die bisher relativ kleinen Gesellschaften sollen stabiler und widerstandsfähiger werden – gegenüber gesetzlichen Änderungen ebenso wie gegenüber Personalausfällen. Damit will der Landkreis auch dem Fachkräftemangel und den finanziellen Problemen im Gesundheitswesen begegnen.

Bessere Betreuung für die Bürger

Die Bürgerinnen und Bürger sollen von der neuen Struktur direkt profitieren: Abgestimmte Versorgungsangebote, kürzere Kommunikationswege und eine nahtlose Betreuung entlang der gesamten Versorgungskette – vom Rettungsdienst über das Krankenhaus bis zur Pflege im Seniorenheim.

„Mit der Schaffung des Gesundverbundes Oder-Spree sichern wir die Qualität des Angebotes, erhöhen die Resilienz und steigern die Effizienz“, erklärte Landrat Frank Steffen. Ziel sei die Sicherstellung einer umfassenden und flächendeckenden Gesundheitsversorgung auch in Zukunft. Der Verbund schaffe zudem die Strukturen, damit sich der Landkreis bei Bedarf noch stärker im Gesundheits- und Pflegebereich engagieren könne.

So funktioniert die neue Struktur

Der Landkreis ist derzeit alleiniger Gesellschafter von drei Unternehmen: dem Rettungsdienst Oder-Spree, dem Oder-Spree-Krankenhaus und den Seniorenheimen im Landkreis. Diese sollen künftig als Tochtergesellschaften unter dem Dach des neuen Verbunds weiterbestehen.

Die Kontrolle bleibt beim Landkreis: Er wird alleiniger Gesellschafter des GesundVerbunds. Ein neu zu bildender Aufsichtsrat, in dem vor allem Kreistagsabgeordnete vertreten sein werden, überwacht die Geschäfte. Die genaue Zusammensetzung wird in den kommenden Wochen in den Kreistagsgremien beraten.

Zeitplan und nächste Schritte

Am 1. Oktober stellte der Landkreis das Konzept im Kreisausschuss vor – der Auftakt für die Beratungen in den Fachausschüssen. Die endgültige Entscheidung soll der Kreistag am 3. Dezember treffen.

Krankenhaus Beeskow: Finanzspritze als Übergangshilfe

Parallel unternimmt der Landkreis weitere Schritte zur Absicherung des Oder-Spree-Krankenhauses. Der Kreistag berät derzeit über eine Erhöhung der Kapitalrücklage im Jahr 2026. Damit soll die Liquidität des Krankenhauses gesichert werden, bis die bundesweite Krankenhausreform greift und die Finanzierung auf eine solide Basis stellt.

„In den aktuell unsicheren Zeiten ist das ein wichtiges und klares Signal im Sinne der Sicherung der kommunalen Gesundheitsversorgung im Landkreis Oder-Spree“, heißt es aus dem Landratsamt.


Quelle: LOS

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