Im Dezember waren in Ostbrandenburg (Frankfurt/Oder, Märkisch-Oderland, Oder-Spree) 14.782 Menschen arbeitslos gemeldet – 149 mehr als im November, aber nur 70 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 6,5 Prozent.

Gemischte Jahresbilanz
Jochem Freyer, Chef der Ostbrandenburger Arbeitsagenturen: „Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz wirtschaftlicher Schwäche robust. Die Beschäftigung blieb stabil, auch wenn das verarbeitende Gewerbe Einbußen hinnehmen musste, während Dienstleister und öffentlicher Sektor zulegten. Viele Unternehmen halten an ihren Mitarbeitern fest, stellen aber zurückhaltend ein.“
Förderung und Ausblick
2025 wurden 500 Lohnkostenzuschüsse und 1.300 Qualifizierungen gefördert. Für 2026 erwartet Freyer mehr Bewegung durch Investitionen aus Sondervermögen, KI-bedingte Veränderungen und die zunehmende Verrentungswelle. „Wir brauchen mehr private Investitionen in zukunftsorientierte, skalierbare Geschäftsmodelle mit gut bezahlten Jobs“, so Freyer.
Fokus auf junge Menschen
Die Jobcenter appellieren an Schülerinnen und Schüler, sich jetzt um Ausbildungsplätze zu kümmern. Die Jugendberufsagentur Frankfurt (Oder) plant vom 2.-7. Februar eine Aktionswoche in Jugendclubs und Begegnungszentren. Gern schon mal selber schauen auf www.meinBeruf.de und dann schnell online einen Termin vereinbaren.

Die Zahlen im Detail:
- 2.238 offene Stellen gemeldet
- 1.388 Arbeitslose unter 25 Jahren (Quote: 7,3%)
- 6.216 Langzeitarbeitslose
- 3.185 arbeitslose Ausländer (21,5%)
Regional:
- Frankfurt (Oder): 2.762 Arbeitslose, Quote 9,5%
- Märkisch-Oderland: 6.037 Arbeitslose, Quote 5,8%
- Oder-Spree: 5.983 Arbeitslose, Quote 6,4%
Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)




