Die Blutvorräte in Brandenburg sind auf ein besorgniserregendes Niveau gesunken. Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost schlägt Alarm: Die Lagerreichweiten betragen aktuell nur noch ein bis zwei Tage – eine kritische Marke, die die Versorgung von Patienten gefährdet.


Die Ursachen der Krise sind vielfältig: Winterwetter mit Schnee und Eis führte in den vergangenen zwei Wochen zu zahlreichen Terminabsagen und deutlich schlechter besuchten Spendenaktionen. Gleichzeitig macht eine heftige Grippe- und Erkältungswelle viele potenzielle Spender vorübergehend ungeeignet. Hinzu kommt ein ohnehin schwacher Jahresstart nach den Feiertagen.
Besonders dramatisch ist die Situation bei den Blutgruppen Null Rhesus positiv und Null Rhesus negativ. Dabei ist der Bedarf in den Krankenhäusern unverändert hoch: Täglich werden Blutpräparate für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen benötigt.
„Blutspenden lassen sich nicht aufschieben. Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken“, warnt der DRK-Blutspendedienst. Das Problem: Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden.
Der Blutspendedienst appelliert daher eindringlich an alle gesunden und spendefähigen Bürger, zeitnah einen Termin wahrzunehmen. Bereits wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft könnten die Versorgungslage deutlich entspannen.
Gesunde Menschen ab 18 Jahren können spenden – Männer bis zu sechs Mal, Frauen bis zu vier Mal jährlich. Eine Blutspende dauert inklusive ärztlicher Voruntersuchung und anschließender Ruhepause etwa 45 Minuten. Die eigentliche Blutabnahme von rund 500 Millilitern ist bereits nach 8 bis 12 Minuten abgeschlossen.
Termine und Informationen: www.blutspende-nordost.de oder kostenfreie Hotline 0800 11 949 11. Eine Terminreservierung wird empfohlen, der Personalausweis ist mitzubringen.
Quelle: DRK-Blutspendedienst Nord-Ost




