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Deutsche und polnische Wirtschaftsvertreter machen gemeinsam Druck: Die IHK Ostbrandenburg, die Westliche IHK Gorzów und die Sonderwirtschaftszone Kostrzyn-Słubice AG haben am 3. März 2026 in Kostrzyn (Küstrin) eine gemeinsame Stellungnahme unterzeichnet. Darin fordern sie, den Bau neuer und die Modernisierung bestehender Grenzbrücken zwischen Deutschland und Polen deutlich zu beschleunigen.

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Besondere Sorge bereitet den Unterzeichnern die erneute Verzögerung beim Ersatzneubau der Grenzbrücke Küstrin-Kietz/Kostrzyn nad Odrą. Laut Regierungsabkommen von 2019 hätte sie bereits Ende 2025 fertiggestellt sein sollen. Darüber hinaus fordern die Wirtschaftsvertreter vereinfachte Verwaltungsverfahren und eine regelmäßige Überprüfung zwischenstaatlicher Vereinbarungen, damit Infrastrukturprojekte künftig schneller realisiert werden können.

„Brücken über die Oder sind Schlüsselachsen für den gemeinsamen Wirtschaftsraum Polen–Deutschland“, betont Dr. Knuth Thiel, Leiter Wirtschaftspolitik der IHK Ostbrandenburg. Moderne Querungen sicherten Lieferketten, Pendlerverkehre und Unternehmensansiedlungen – und seien damit weit mehr als reine Verkehrsprojekte: „ein zentraler Standortfaktor für Wachstum, Beschäftigung und Zusammenarbeit auf beiden Seiten der Grenze.“

Konkret drängen die drei Partner auf die Umsetzung folgender Projekte:

  • Ersatzneubau der Grenzbrücke Küstrin-Kietz/Kostrzyn nad Odrą
  • Ausbau der Autobahngrenzbrücke Frankfurt (Oder)–Świecko (A12/A2) auf sechs Spuren
  • Neubau einer kombinierten Straßen- und Eisenbahnbrücke nördlich von Schwedt/Oder
  • Umbau der Grenzbrücke Ludwigsdorf–Jędrzychowice (A4/A4)
  • Bau einer neuen Grenzbrücke im Raum Frankfurt (Oder)/Słubice

Die Stellungnahme wurde unterzeichnet von Tomasz Pisarek und Antoni Sołtys (Sonderwirtschaftszone Kostrzyn-Słubice AG), Jerzy Korolewicz (IHK Gorzów) sowie Dr. Knuth Thiel (IHK Ostbrandenburg).


Vorschaubild: Unterzeichnung Stellungnahme (zur Verwendung bei der Berichterstattung über die Stellungnahme); BU: Vorstandsmitglied Antoni Sołtys und Präsident Tomasz Pisarek von der Sonderwirtschaftszone Kostrzyn‑Słubice AG, Jerzy Korolewicz, Präsident der IHK Gorzów, sowie Dr. Knut Thiel, Leiter Wirtschaftspolitik der IHK Ostbrandenburg, bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Stellungnahme zur Modernisierung von Brücken (v.l.n.r.) – Foto: Jacek Jeremicz/IHK Ostbrandenburg
Quelle: IHK Ostbrandenburg 

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