Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von Geflüchteten aus Brandenburg ist 2025 deutlich gestiegen. Das Innenministerium meldete 1.090 freiwillige Ausreisen – eine Steigerung um rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.275 Aufenthalte beendet, darunter neben den freiwilligen Ausreisen auch 185 Abschiebungen und Dublin-Überstellungen. Das entspricht einer Steigerung um ein Drittel im Vergleich zu 2024.
Gleichzeitig sank die Zahl der Neuankünfte: Die Zentrale Ausländerbehörde des Landes registrierte 6.089 Zugänge – ein Viertel weniger als im Jahr zuvor. Die meisten Geflüchteten kamen aus der Ukraine, Afghanistan, Syrien, Russland und der Türkei.
Innenminister René Wilke betonte, freiwillige Ausreisen seien der „humanere und kostengünstigere Weg, unberechtigte Aufenthalte zu beenden“. Mit dem Anstieg würden auch die Kommunen entlastet.
Für das laufende Jahr hat das Ministerium das Aufnahmesoll für die Landkreise und kreisfreien Städte auf 7.081 Menschen festgelegt. Das sei ein zum Vorjahr vergleichbares Niveau, das vor allem auf der anhaltend hohen Zahl ukrainischer Kriegsflüchtlinge beruhe. „Insbesondere im Winter flüchten viele Menschen aus der Ukraine vor dem barbarischen Kriegsterror Russlands“, so Wilke.
Die Landesregierung überprüft das Aufnahmesoll alle sechs Monate und passt es bei Bedarf an.
Quelle: MIK Land Brandenburg



