Das Land Brandenburg hat im vergangenen Jahr so viel Geld für die soziale Wohnraumförderung ausgegeben wie nie zuvor: 250 Millionen Euro flossen 2025 in den geförderten Wohnungsbau – rund 38 Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2024. Das geht aus der Bilanz Wohnen 2025 hervor, die Bauminister Detlef Tabbert am 17. Februar in Potsdam vorgestellt hat.

Mit den bewilligten Mitteln wurden 1.153 Wohneinheiten gefördert, davon 1.005 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung. Den größten Anteil daran hatte die Mietwohnungsbauförderung: 191 Millionen Euro gingen in Neubau und Wiederherstellung von 790 Wohneinheiten, weitere 24 Millionen Euro in die Modernisierung und Instandsetzung von 216 Wohnungen. Auch die Wohneigentumsförderung – besonders für junge Familien und Schwellenhaushalte – war mit rund 34,6 Millionen Euro für 144 Wohnungen stark nachgefragt.
Geografisch flossen rund 54 Prozent der Fördermittel in das Berliner Umland, wo die Wohnungsmärkte besonders angespannt sind. Die übrigen 46 Prozent kamen der Fläche Brandenburgs zugute, wo vor allem Bestandserhalt und Modernisierung im Vordergrund stehen.
Tabbert machte aber auch auf ein grundlegendes Problem aufmerksam: Trotz des deutlich höheren Mitteleinsatzes entstehen weniger Wohnungen als früher – ein Beleg dafür, wie stark die Kostensteigerungen im Bausektor inzwischen wirken.
Wichtigste Partner bei der Umsetzung sind kommunale Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften. Zunehmend engagieren sich auch private Investoren – häufig erst dank der zinsfreien Darlehen und Zuschüsse des Landes, ohne die viele Projekte wirtschaftlich nicht realisierbar wären.
Für 2026 plant Brandenburg, die Förderung auf dem erreichten Niveau fortzuführen: Im Haushaltsplan sind erneut 250 Millionen Euro veranschlagt. Flankierend hat das Land die Kappungsgrenzen- und Mietpreisbegrenzungsverordnung verlängert und auf Basis eines Gutachtens neu gefasst – 36 Städte und Gemeinden wurden darin als Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft.




