Manche Trauer ist so tief, dass Worte kaum reichen. Wenn ein Kind vor, während oder kurz nach der Geburt stirbt, stehen Eltern und Angehörige vor einem Schmerz, der sie oft sprachlos und allein zurücklässt. Für diese Familien gibt es in Eisenhüttenstadt seit dem 4. August 2022 einen besonderen Ort: die Sternenkinderstele auf dem Kindergrabfeld des Inselfriedhofs.

Die Idee dazu entstand bereits 2019 – aus dem gemeinsamen Wunsch der Stadt Eisenhüttenstadt und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Oderland-Spree, einen würdevollen Gedenkort zu schaffen. Einen Platz zum Erinnern, Innehalten und Trauern. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Engagement zahlreicher Unternehmen und Spender, darunter Richtsteig Anlagentechnik GmbH, CUTMETALL Recycling Screens Germany GmbH, Heckmann Engineering und Anlagenbau GmbH, Steinmetz Haase, die Stadtwirtschaft Eisenhüttenstadt GmbH, die Ernst-Prost-Stiftung sowie RockHütte e.V.
Mittlerweile nutzen 17 Familien die Stele als persönlichen Erinnerungsort – mit einem Gedenksymbol, etwa einem Schmetterling oder einem Stern, versehen mit dem Namen ihres Kindes. Einmal im Jahr, am Weltsternenkindertag – dem zweiten Sonntag im Dezember – treffen sich die Familien dort, um gemeinsam zu gedenken und ihre Trauer füreinander zu tragen.
Begleitet werden Betroffene dabei vom Ambulanten Kinderhospizdienst NORA, der einfühlsam zur Seite steht und Nähe, Offenheit und Rückhalt bietet.
Besonders wichtig: Ein Gedenksymbol mit Namensgravur kann auch dann kostenfrei und dauerhaft an der Stele angebracht werden, wenn keine Beisetzung auf dem Inselfriedhof stattgefunden hat. Interessierte wenden sich einfach an den Kinderhospizdienst NORA unter der Telefonnummer 0173/6194909 oder an die Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt unter 03364/566-375.
Vorschaubild: Sternenkinderstele © Stadt Eisenhüttenstadt
Quelle: Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt



