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Lokales Bündnis für Familie startet bundesweites Schutzprojekt

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Kinder, die sich verfolgt fühlen, Angst haben oder sich verlaufen – sie haben ab sofort in Erkner eine schnelle Anlaufstelle. Das Lokale Bündnis für Familie hat das bundesweite Projekt „Notinsel“ in der Stadt eingeführt. An zwölf Standorten können Jungen und Mädchen künftig Schutz, Hilfe und praktische Unterstützung bekommen.

Was ist eine Notinsel?

Eine Notinsel ist eine sofort erkennbare, sichere Anlaufstelle für Kinder in Notsituationen. Mit einem gut sichtbaren Aufkleber mit dem Notinsel-Logo im Eingangsbereich gekennzeichnet, bieten diese Orte:

  • Schnelle Hilfe: Ein geschützter Raum, ein Pflaster, ein kurzer Anruf nach Hause oder in die Schule
  • Unkomplizierten Zugang: Jederzeit erreichbar, ohne Terminvereinbarung
  • Fachkundiges Personal: Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel stellt einen Handlungsleitfaden zur Verfügung

Für welche Situationen gibt es Notinseln?

Die Gründe, warum Kinder eine Notinsel aufsuchen, sind vielfältig:

Ernsthafte Notlagen:

  • Bedrohung durch andere Kinder oder Jugendliche
  • Gewalttätige Auseinandersetzungen
  • Aggressive Menschen oder Tiere

Alltägliche Notfälle:

  • Verlorener Schlüssel oder Geldbeutel
  • Defektes Handy
  • Verlaufen in der eigenen Stadt

Erkner mit 12 Notinseln – flächendeckend und erreichbar

Das Projekt entstand 2025 auf Initiative der Stadt: Die Stadtverordnetenversammlung Erkner beschloss die Einführung des Notinsel-Systems. Die Stadtverwaltung arbeitete dann eng mit dem Lokalen Bündnis für Familie zusammen, das die Projektträgerschaft übernahm.

Die Koordinatoren Ronny Wuttke und Bernhard Schwiete vom DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. stellten das Projekt am 25. März 2026 offiziell vor – im Hort Koboldland, begleitet von Bürgermeister Henryk Pilz und Schirmherr Jörg Vogelsänger.

Die zwölf Standorte verteilen sich strategisch über das gesamte Stadtgebiet, um sicherzustellen, dass die nächste Notinsel für Kinder immer in der Nähe ist. Sie finden sich in sozialen Einrichtungen, Restaurants und Einzelhandelsgeschäften mit regelmäßigen Öffnungszeiten – alles Orte, wo Kinder mit Erwachsenen rechnen können.

Die 12 Notinseln in Erkner:

  1. Athletic Park – Sportstudio Erkner
  2. Bechsteins Ristorante di Piano
  3. DRK-Altenpflegeheim am Dämeritzsee
  4. Edeka Center Große
  5. Hort Koboldland
  6. Jugendclub Zuhaus am See
  7. Krümelland Stifte&Co
  8. Maulbeer-Apotheke
  9. McDonald’s Erkner
  10. Punkt-Apotheke
  11. Rathaus Erkner
  12. Wohnungsgesellschaft Erkner mbH

Schulen informieren Kinder über das Angebot

Damit Kinder von diesem Schutzangebot wissen, gibt es eine Kooperation mit den Schulen in Erkner. Sie werden informiert und kennen die Notinseln künftig als Anlaufstelle.

Das Netzwerk wächst weiter

Die Liste der Notinseln ist nicht abgeschlossen. Weitere Einrichtungen und Geschäfte, die sich an dem Projekt beteiligen möchten, können sich jederzeit anmelden.

Das Projekt bundesweit

Das Notinsel-Projekt gibt es deutschlandweit bereits seit 2002. Bundesweiter Träger ist die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Erkner ist nun eine von vielen Städten in Deutschland, in denen Kinder diese zusätzliche Sicherheit genießen.

Kontakt & Information

Lokales Bündnis für Familie Erkner
Koordination: Ronny Wuttke und Bernhard Schwiete
📧 E-Mail: info@familienbuendnis-erkner.de
📱 Telefon: 01522 2711619 und 01520 6279984

Interessierte Einrichtungen können sich gerne melden, um selbst Notinsel zu werden.

Mehr Sicherheit für Erkners Kinder – Das Notinsel-Projekt macht es möglich.


Vorschaubild: Bündnis-Koordinator Bernhard Schwiete, Bürgermeister Henryk Pilz, die Leiterin des Hortes Koboldland, Jessica Lewerenz, Schirmherr Jörg Vogelsänger und Bündnis-Koordinator Ronny Wuttke (von links) präsentieren das Notinsel-Logo und Plakate. © Jessica Büttner/DRK-Kreisverband MOHS e.V.

Quelle: DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel- Spree e.V./ Stadt Erkner

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