Die IG BAU Oderland wirbt für mehr Arbeitnehmer-Mitsprache – noch bis Ende Mai läuft die Wahlphase

Im Kreis Oder-Spree sind bis Ende Mai Betriebsratswahlen möglich – und viele Beschäftigte wissen gar nicht, dass sie Mitspracherecht haben. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft daher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazu auf, diesen Hebel zu nutzen. In rund 41 Prozent der knapp 5.330 Unternehmen in der Region mit zusammen 77.900 Beschäftigten können Betriebsräte gewählt werden – überall dort, wo mindestens fünf Mitarbeiter arbeiten.
Besonders im Handwerk und Baugewerbe sei die Quote der Betriebsräte noch ausbaufähig, sagt Astrid Gehrke, Bezirksvorsitzende der IG BAU Oderland. „Gerade in Baubetrieben, bei Dachdeckern oder Malern ist noch viel Luft nach oben.“ Auch in der Gebäudereinigung seien Betriebsräte oft willkommen – hier gibt es häufig Ärger um Dienstpläne, Urlaub und fehlende Sonntagszuschläge.
Ein Betriebsrat ist laut Gehrke ein „wichtiges Instrument, um Konflikte hinterm Werkstor zu lösen“. Wenn Arbeitsplätze gefährdet sind, setzt er alles daran, unnötige Kündigungen zu verhindern. Auch Auszubildende können von einem Betriebsrat profitieren – wenn es bei der Ausbildung Probleme gibt oder um Fortbildungsmöglichkeiten geht.
Die Botschaft der Gewerkschaft ist einfach: Mit einem Betriebsrat im Unternehmen läuft vieles besser. „Es ist wie mit der Superzahl beim Lotto: Mit einem Betriebsrat hat man einfach bessere Chancen. Die Vorteile sind ein garantierter Gewinn für alle in der Firma.“
Wer Fragen hat oder einen Betriebsrat gründen möchte, kann die IG BAU Oderland kontaktieren: 03334 – 38 01 50 oder eberswalde@igbau.de.
Quelle/Foto: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Oderland




