Wer kämpfte eigentlich für die erste deutsche Demokratie? Dieser Frage geht der Politikwissenschaftler und Historiker Dr. Hans-Rainer Sandvoß am Donnerstag, 21. Mai 2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Volkshochschule Frankfurt (Oder) nach.

In seinem Vortrag beleuchtet Sandvoß das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold – einen politischen Wehrverband, der zwischen 1924 und 1933 aktiv für den Erhalt der Weimarer Republik eintrat. Damit widerspricht er dem weit verbreiteten Vorurteil, die Weimarer Republik sei „eine Republik ohne Republikaner“ gewesen.
Anhand von Zeitzeugenerinnerungen, Gerichtsdokumenten und Zeitungsquellen zeichnet Sandvoß ein lebendiges Bild der politischen Konflikte jener Zeit – darunter die Gegensätze zwischen Stadt und Land, die Not der Landarbeiter und der Kampf demokratischer Kräfte gegen den Terror ihrer Gegner.
Dr. Sandvoß war langjähriger Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und hat zahlreiche Arbeiten zum Widerstand gegen das NS-Regime in Berlin und Brandenburg veröffentlicht.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Monats der politischen Bildung statt und wird von der Volkshochschule Frankfurt (Oder) in Kooperation mit der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ ausgerichtet.
Wann: Donnerstag, 21. Mai 2026, 17:00 – 18:30 Uhr Wo: Volkshochschule Frankfurt (Oder), Raum 1.07, Haus 1
Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: Frankfurt (Oder)




