Das Land Brandenburg startet ein ergänzendes Erhaltungsprogramm für besonders geschädigte Landesstraßen. Der Anlass ist drängend: Nach der Zustandserfassung und -bewertung aus dem Jahr 2023 befinden sich rund 65 Prozent der insgesamt etwa 5.520 Kilometer Landesstraßen in einem substanziell erhaltungsbedürftigen Zustand – nahezu zwei von drei Bestandskilometern haben den Warn- oder Schwellenwert überschritten.

Infrastrukturminister Robert Crumbach betont, dass der unbefriedigende Zustand vieler Straßen anerkannt werde und die verfügbaren Mittel künftig gezielt dort eingesetzt werden sollen, wo der Bedarf am größten ist. Viele Fahrbahnen haben ihre Nutzungsdauer längst überschritten; rein oberflächenbezogene Maßnahmen, wie sie in der Vergangenheit häufig durchgeführt wurden, reichen bei stärker geschädigten Strecken langfristig nicht aus.
Das Programm sieht vor, von 2026 bis 2030 insgesamt bis zu 520 Kilometer besonders erhaltungsbedürftiger Landesstraßen substanzverbessernd zu sanieren. Für das laufende Jahr sind Mittel in Höhe von zehn Millionen Euro eingeplant; ab 2027 bis 2030 sollen jeweils 45 Millionen Euro fließen. Die vollständige Umsetzung ist an eine entsprechende Absicherung im Landeshaushalt geknüpft.
Die wichtigsten Vorbereitungsschritte sind abgeschlossen: Ingenieurleistungen wurden vergeben, beauftragte Fachbüros bereiten die Planung vor, und erste Maßnahmen für das Programmjahr 2026 können bereits umgesetzt werden. Die Auswahl der Sanierungsabschnitte erfolgt nach fachlichen Kriterien auf Grundlage der Zustandsbewertung. Ziel ist eine messbare Trendumkehr beim Straßenzustand im Land Brandenburg.
Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: MIL Land Brandenburg



