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In den vergangenen fünf Jahren hat der VSR-Gewässerschutz e.V. mit seinem Labormobil verschiedene Städte im Kreis Oder-Spree besucht, um Brunnenwasseranalysen anzubieten. Ergänzend dazu schickten zahlreiche Brunnenbesitzer ihre Wasserproben per Post zur Untersuchung ein. Insgesamt wurden 139 Proben aus den Jahren 2021 bis 2025 ausgewertet – mit aufschlussreichen Ergebnissen.

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Viele Brunnenbesitzer kennen das Bild: Das Wasser schimmert gelblich-bräunlich und wird daraufhin nicht mehr zum Gießen verwendet. Dabei wäre das in den meisten Fällen unnötig. Lediglich 3,6 Prozent der untersuchten Proben wiesen einen Eisengehalt von über 3 mg/l auf. „Es kommt bei den wenigsten Pflanzen zu Wachstumsstörungen“, erklärt Harald Gülzow, der die Untersuchungen von Beginn an begleitet. Er empfiehlt, das Gießwasser mit dem Schlauch direkt an die Wurzeln zu leiten – so lassen sich Verfärbungen auf Steinen, Mauern sowie braune Flecken auf Blättern und Früchten vermeiden.

Deutlich kritischer ist die Situation bei Gartenteichen. Für diese gilt ein deutlich strengerer Grenzwert: Bereits ab 0,8 mg/l Eisen ist das Brunnenwasser nicht mehr geeignet, einen Teich zu befüllen oder nachzufüllen. Bei höheren Konzentrationen lagern sich Eisenverbindungen an Wasserpflanzen und Tieren ab, die Pflanzen verkümmern, und Fische sowie deren Laich können ersticken. Bedenklich: 24,8 Prozent der untersuchten Brunnen im Kreis Oder-Spree überschreiten diesen Wert. Wer im Sommer verdunstetes Teichwasser mit Brunnenwasser ausgleichen möchte, sollte daher zunächst eine Wasseranalyse durchführen lassen.

Die Ursachen für erhöhte Eisenwerte liegen meist im Untergrund selbst – geologische Gegebenheiten spielen die größte Rolle. In einigen Gebieten verstärkt jedoch auch der intensive Nitrateintrag aus der Landwirtschaft das Problem: Der Nitratabbau im Boden kann zusätzlich zu höheren Eisenkonzentrationen im Grundwasser führen.

Weitere Ergebnisse, Grafiken und Informationen zu kommenden Terminen des Labormobils im Kreis Oder-Spree finden sich auf der Homepage des VSR-Gewässerschutz e.V. unter vsrgewaesserschutz.de.


Vorschaubild: Harald Guelzow erläutert Messwerte der Eisenbelastung Kreis Oder-Spree Fotograf Ruben Wiltsch
Quelle: VSR-Gewässerschutz e.V.

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