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20 Jahre Joint Lab: IHP und TH Wildau feiern gemeinsame Forschung

01.07.2026 · Frankfurt (Oder)

Das IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik – und die Technische Hochschule Wildau haben am 1. Juli 2026 in Frankfurt (Oder) ein besonderes Jubiläum gefeiert: Ihr gemeinsames „Joint Lab" gibt es seit 20 Jahren. In dem Labor arbeiten Forschende beider Einrichtungen zusammen und bilden gemeinsam Studierende aus.

Zu der Feier kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Hochschulen und der Landesregierung Brandenburg zusammen. Sie blickten auf die gemeinsamen Erfolge der letzten 20 Jahre zurück und sprachen über künftige Forschungsthemen.

Der Vizepräsident der TH Wildau, Prof. Dr. Klaus-Martin Melzer, betonte, das Joint Lab verbinde seit 20 Jahren praxisnahe Ausbildung mit exzellenter Forschung. Es schaffe Raum für Innovation und biete Studierenden eine praxisnahe Ausbildung. Er freue sich auf die kommenden 20 Jahre.

Prof. Dr. Andreas Mai, der das Joint Lab leitet und am IHP die Abteilung Technologie führt, erklärte, das Labor fördere gezielt junge Talente in Wissenschaft und Technik und biete ihnen moderne Forschungsinfrastruktur.

In den vergangenen 20 Jahren ist aus der Zusammenarbeit einiges entstanden: Aus dem Joint Lab ging das Unternehmen HyPhoX hervor, das einen digitalen Schnelltest entwickelt. Damit lassen sich Viren, Bakterien, Giftstoffe oder Proteine in Echtzeit und in Laborqualität nachweisen. HyPhoX erhielt dafür 2023 den Innovationspreis Berlin-Brandenburg. Hinzu kommen zwei gemeinsame Patente sowie eine internationale Summer School mit der Universität Rom-TorVergata.

Auch für die Ausbildung war das Joint Lab wichtig: Über 20 Jahre hinweg haben zahlreiche Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen dort gelernt, begleitet von mehreren hundert Praktika.

Prof. Dr. Gerhard Kahmen, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer des IHP, sagte, Joint Labs seien für das IHP eine besondere Form der Zusammenarbeit, die auf langjährigem Vertrauen beruhe. Gemeinsam mit der TH Wildau wolle man auch künftig führende Technologie „Made in Brandenburg" gestalten.

Die Gäste erhielten außerdem Einblicke in die Forschungsinfrastruktur des IHP, etwa in den Reinraum und das Labor für Quantentransport. Zum Abschluss gab es ein informelles Get-together zum Austausch zwischen Partnern, Gästen und Forschenden.

Wie geht es weiter?

IHP und TH Wildau wollen das Joint Lab weiter ausbauen. Geplant sind neue Projekte zu anwendungsorientierter Quantentechnologie und neuartigen Sensoren, außerdem gemeinsame Vorhaben zur Systemintegration und die Fortsetzung der internationalen Sommerschule.

Vorschaubild: Martin Regehly, Sigurd Schrader, Patrick Heise und Andreas Mai © IHP 2026/Juliane Schlegel

Quelle: IHP GmbH – Leibniz Institute for High Performance Microelectronics/ Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder)

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