Der Landespräventionsrat (LPR) Brandenburg hat im vergangenen Jahr Projekte zur Vorbeugung von Kriminalität und Gewalt mit rund 210.000 Euro unterstützt. Insgesamt profitierten davon 17 Projekte im Land Brandenburg, wie Innenminister Dr. Jan Redmann als Vorsitzender des Gremiums in Potsdam mitteilte.

Der größte Teil des Geldes, rund 74.600 Euro, ging an acht Projekte, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern und ihnen helfen sollen, gar nicht erst gewalttätig oder straffällig zu werden. Für Projekte gegen Extremismus, also gegen politisch motivierten Hass und Radikalisierung, gab es rund 61.500 Euro für fünf Projekte. Für Opferschutz und Opferhilfe standen rund 73.700 Euro bereit, mit denen vier Projekte gefördert wurden.
Ein wichtiges Vorhaben des Jahres war die Kampagne „Gemeinsam gegen digitale Gewalt“, die der LPR gemeinsam mit dem Bildungsministerium und dem WEISSEN RING e. V. gestartet hat. Sie richtet sich an Kinder, Jugendliche, Eltern sowie an Lehrkräfte und Fachleute aus der Jugendarbeit. Ziel ist es, über die Folgen von Mobbing und Belästigung im Internet aufzuklären und zu zeigen, wo Betroffene Hilfe bekommen. Dazu gehörte auch ein Kreativwettbewerb für junge Menschen zwischen 6 und 21 Jahren mit insgesamt 5.000 Euro Preisgeld. Für Eltern gab es außerdem kostenlose Online-Infoabende zur sicheren Nutzung von Internet und sozialen Medien. Auf der Website des LPR wurde zudem eine Übersicht mit Beratungsstellen für Menschen veröffentlicht, die im Internet gemobbt oder belästigt wurden.
Im vergangenen Jahr feierte der Landespräventionsrat außerdem sein 25-jähriges Bestehen. Dazu gab es mehrere Veranstaltungen: über 30 Einzeltermine im Rahmen einer „Woche der Präventionsakteure“, eine Fachtagung in Cottbus sowie ein Fachtreffen in Potsdam. Den Abschluss bildete eine Festveranstaltung im Oktober 2025 in Potsdam.
Der Landespräventionsrat wurde im Jahr 2000 gegründet. In vier Arbeitsgruppen bringt er Fachleute zusammen, die sich um folgende Themen kümmern: Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Kriminalität schützen, Extremismus vorbeugen, Opfern von Straftaten helfen und Kriminalität in den Kommunen vorbeugen.
Quelle: MIK des Landes Brandenburg




