Waldbrandbericht 2025: 317 Brände auf rund 250 Hektar in Brandenburg
Das Innenministerium hat den Waldbrandbericht 2025 für das Land Brandenburg vorgelegt. Der Bericht zeigt: Es gab viele kleine, aber auch einige folgenreiche Großbrände – frühzeitige Erkennung und moderne Technik gelten als entscheidende Faktoren bei der Bekämpfung.
Erstellt wurde der Bericht vom Waldbrandkompetenzzentrum (WBZZ) gemeinsam mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg sowie den zuständigen Landesministerien. Er wurde im Kabinett beraten und anschließend an den Ausschuss für Inneres und Kommunales übersandt. Insgesamt umfasst das Dokument 52 Seiten und gliedert sich in vier Schwerpunkte: die Waldbrandsaison im Rückblick, Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, geförderte Beschaffungen sowie Erkenntnisse mit Optimierungspotenzial für die Zukunft.
Viele kleine Brände, wenige Großereignisse
Der überwiegende Teil der 317 registrierten Waldbrände blieb kleinflächig. Vier Großbrände mit jeweils mehr als zehn Hektar wurden gezählt, drei davon auf Flächen mit Kampfmittelverdacht. Der größte Einzelbrand ereignete sich mit 141 Hektar auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog. Als Schwerpunktlandkreise nennt der Bericht Elbe-Elster, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark.
Besondere Aufmerksamkeit widmet der Bericht auch einzelnen Einsatzlagen: einer deutlichen Häufung von Bränden am 1. Juli 2025 sowie der vorsorglichen Evakuierung der Ortslage Kleinbahren in der Babbener Heide im Landkreis Elbe-Elster.
Technik und Investitionen
Für den abwehrenden Waldbrandschutz wurden 2025 insgesamt 12,8 Millionen Euro investiert. Damit wurden unter anderem 42 Fahrzeuge sowie 16 einachsige Anhänger mit Werkzeugen für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung beschafft. Hinzu kommen unbemannte Einsatzfahrzeuge wie der ferngesteuerte Räumroboter MV-4 sowie der Lösch- und Räumroboter MVF-5, finanziert über das Brandenburg-Paket und im Jahr 2025 ausgeliefert. Die Sondertechnik war erstmals im Sommer 2025 im Einsatz – bei der Brandbekämpfung in Potsdam-Mittelmark sowie bei Löscharbeiten in der Gohrischheide im Grenzgebiet zu Sachsen.
Eine zentrale Rolle bei der Früherkennung spielt seit über 20 Jahren das automatisierte Überwachungssystem „Fire Watch". Dank der frühzeitigen Erkennung konnten die allermeisten Waldbrände auf unter einem Hektar begrenzt werden. Ergänzend errichtete der Landesbetrieb Forst im vergangenen Jahr 90 neue Löschwasserentnahmestellen im Privatwald.
Waldumbau als Vorsorge
Um Wälder widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen, setzt das Land weiter auf den Umbau von Kiefernreinbeständen hin zu strukturreichen Mischwäldern. Naturverjüngung und die Saat von Laubholz spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch private Waldbesitzende werden bei diesen Maßnahmen unterstützt.
Waldbrandkompetenzzentrum als zentrale Anlaufstelle
Das Waldbrandkompetenzzentrum Brandenburg (WBZZ) hat sich laut Bericht zu einer zentralen Fach- und Vernetzungsstelle für den vorbeugenden und abwehrenden Waldbrandschutz entwickelt. Es übernimmt fachliche und konzeptionelle Aufgaben, fördert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis und unterstützt die Entwicklung landesweiter Standards. Angesichts zunehmend länderübergreifender Waldbrandlagen gewinnt dabei auch die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg an Bedeutung.
„Das Waldbrandjahr 2025 war geprägt von vielen kleinen Bränden, die dank der frühen Erkennung und des großen Engagements der freiwilligen Feuerwehren schnell gelöscht werden konnten. Auch die wenigen Großbrände konnten dank der herausragenden Arbeit der Einsatzkräfte zügig bekämpft werden." – Innenminister Dr. Jan Redmann
Redmann verwies zugleich auf die wachsende Belastung der Wälder durch den Klimawandel, betonte aber die gute Vorbereitung der Brandenburger Feuerwehren durch Ausbildung und moderne Technik.




