Der März bringt in Brandenburg nicht nur den Frühling – er läutet auch offiziell die Waldbrandsaison ein. Und der Start fällt in diesem Jahr besonders trocken aus: In den meisten Landkreisen gilt bereits jetzt die mittlere Waldbrandgefahrenstufe 3. Die Waldbrandzentralen des Landesbetriebs Forst Brandenburg in Wünsdorf und Eberswalde sind besetzt, die tagesaktuellen Gefahrenstufen werden ab sofort auf den Internetseiten des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz veröffentlicht.

Brandenburg gehört bundesweit zu den am stärksten gefährdeten Regionen – bedingt durch die sandigen Böden und die vielen Kiefernwälder, die bei Trockenheit schnell Feuer fangen. Im vergangenen Jahr 2025 brannte es im Land insgesamt 305 Mal, rund 247 Hektar Waldfläche wurden dabei zerstört. Forstleute und Feuerwehren arbeiten deshalb eng zusammen, um Brände frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.
Die wirksamste Vorbeugung ist jedoch langfristiger Natur: Reine Kiefernwälder sollen schrittweise in artenreiche Laubmischwälder umgewandelt werden, die deutlich weniger brandgefährdet sind. Voraussetzung dafür sind auch angepasste Wildbestände, die das natürliche Aufwachsen junger Laubbäume ermöglichen.
Parallel dazu wird die Infrastruktur im Wald ausgebaut. Allein 2025 wurden durch Pachtverträge des Landesbetriebs Forst Brandenburg 90 neue Löschwasserbrunnen im Privatwald angelegt, 2026 kommen weitere hinzu. Das Land fördert zudem die Instandsetzung von Waldwegen zu 90 Prozent sowie die Errichtung von Waldbrandschutzstreifen und Löschwasserentnahmestellen sogar zu 100 Prozent.
Die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen für alle Landkreise sind täglich abrufbar unter: https://mleuv.brandenburg.de/info/waldbrandgefahrenstufen
Quelle: MLEUV Land Brandenburg




