Am 9. November 2025 gedachte die Stadt Erkner gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern des öffentlichen Lebens den Opfern der Reichspogromnacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen – es war der Beginn der systematischen Vernichtung des jüdischen Lebens.
Die Gedenkrede hielt Lothar Eysser, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Erkner. Er erinnerte daran, dass Jüdinnen und Juden sich auch heute in Deutschland wieder nicht sicher fühlen. In seiner Rede zog er eine Verbindung von der derzeitigen Bundesministerin Karin Prien zum hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Bauer hatte sich sein Leben lang für die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus eingesetzt – ein Thema, das nichts von seiner Bedeutung verloren hat.
Bürgermeister Henryk Pilz dankte allen Anwesenden dafür, dass sie gekommen sind und Gesicht gezeigt haben. Er rief dazu auf, nicht zu schweigen: „Dinge, die damals in unserem Land passierten, dürfen sich nicht wiederholen.“
Im Anschluss luden die beiden Pfarrer der christlichen Kirchen in Erkner, Carsten Schwarz und Hansjörg Blattner, zum traditionellen Nagelkreuzgebet ein. Nach der Niederlegung der Kränze endete das Stille Gedenken mit einer Schweigeminute für die Opfer der Reichspogromnacht.
Quelle: Stadtverwaltung Fürstenwalde




