16 Jugendliche aus den ukrainischen Partnerstädten Schostka und Sumy erleben derzeit eine Auszeit vom Krieg. Im Rahmen des Projektes „Kriegstrauma-Bewältigung“ sind sie zu Gast in Frankfurt (Oder) und Slubice. Begleitet wird die Gruppe von Olena Kravchenko, Vizebürgermeisterin von Schostka.
Am 10. November 2025 empfing die Frankfurter Verwaltungsspitze Frau Kravchenko im Rathaus. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuelle Situation in der ukrainischen Partnerstadt und künftige gemeinsame Projekte.
Dankbarkeit für Hilfe seit Kriegsbeginn
„Als am 24. Februar 2022 die russischen Panzer auf Schostka vorrückten, kamen aus Frankfurt (Oder) Generatoren“, erinnert sich Olena Kravchenko. Sie dankte den Partnerstädten Frankfurt (Oder) und Slubice für die Unterstützung seit 2022: „Der Gedanke, dass wir in diesem Krieg nicht allein sind, sondern viele Unterstützer in Deutschland haben, stärkt uns sehr und gibt uns die nötige Kraft und den Mut, weiterzukämpfen.“
Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser betonte: „Der Krieg in der Ukraine bewegt viele Frankfurterinnen und Frankfurter sowie auch mich persönlich. Seit fast vier Jahren ist die Frontstadt Schostka den russischen Angriffen ausgesetzt. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Ich bin sehr froh, dass wir mit unseren begrenzten Mitteln auf die dringenden Bedarfe in Schostka reagieren und gezielte Hilfe leisten können.“
Angriffe auf lebenswichtige Infrastruktur

Bürgermeister Claus Junghanns berichtete von einem bewegenden Gespräch: „Frau Kravchenko hat uns die aktuelle Lage in ihrer Stadt beschrieben. Die Menschen leiden sehr unter der Bedrohung und den ständigen Angriffen auf die zivile Infrastruktur. Insbesondere die Strom-, Gas- und Wasserversorgung wird immer wieder attackiert.“ Das aktuelle Projekt sei ein kleiner Beitrag, den jungen Menschen eine Auszeit vom Krieg zu ermöglichen und ihnen zu helfen, mit den Erfahrungen und Folgen des Krieges umzugehen.
Als Gastgeschenk überreichte Frau Kravchenko die Stadtflagge von Schostka, die künftig im Beratungsraum „Schostka“ im Rathaus aufgestellt wird.
Hintergrund
Das Projekt „Kriegstrauma-Bewältigung“ wird vom Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrum organisiert und durch das Ministerium der Finanzen und Europa des Landes Brandenburg finanziert. Die Partnerschaft zwischen Frankfurt (Oder) und Schostka wurde im August 2022 nach der russischen Vollinvasion geschlossen. Seitdem besteht ein regelmäßiger Austausch mit der Verwaltung in Schostka, und es wurden mehrere humanitäre Hilfstransporte organisiert.
Vorschaubild: (c) Stadt Frankfurt (Oder)
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)



