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Der Arbeitsmarkt in Ostbrandenburg zeigt sich zum Beginn des Jahres weitgehend stabil. Im Februar waren in der Stadt Frankfurt (Oder), im Landkreis Märkisch-Oderland und im Landkreis Oder-Spree insgesamt 15.600 Menschen arbeitslos gemeldet – nahezu unverändert zum Vormonat, aber 153 weniger als im Februar 2025. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,8 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent).

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Jochem Freyer, Chef der Ostbrandenburger Arbeitsagenturen, ordnet die Zahlen nüchtern ein: Die Talsohle auf dem Arbeitsmarkt sei noch nicht durchschritten. Deutschland verliere derzeit schätzungsweise 15.000 Industriearbeitsplätze pro Monat. Für die Region sei es ein wichtiges Signal, dass die beiden größten Arbeitgeber Arcelor Mittal und Tesla ihr Personal halten. Positiv stimme ihn außerdem ein leichtes Plus bei den gemeldeten Ausbildungsstellen.

Besonders auffällig bleibt die hohe Arbeitslosigkeit in der Stadt Frankfurt (Oder) selbst: Dort liegt die Quote mit 10,1 Prozent deutlich über dem regionalen Schnitt – und sogar 0,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die Landkreise Märkisch-Oderland (6,1 %) und Oder-Spree (6,6 %) schneiden dagegen deutlich besser ab und verzeichnen beide einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Sorge bereitet weiterhin die Langzeitarbeitslosigkeit: Regionsweit sind 6.358 Menschen seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung – 198 mehr als vor einem Jahr. Für die Gruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren gibt es hingegen einen Lichtblick: Die Jugendarbeitslosenquote sank von 8,6 auf 8,0 Prozent.

Die Jobcenter der Region reagieren mit einem breiten Veranstaltungsangebot. Im Landkreis Märkisch-Oderland laden Jobcenter und Partner unter anderem am 4. März zu einem Job-Dating in den Bereichen Gastro, Pflege und Soziales ein. Am 26. März folgt eine Bildungsmesse, am 25. April das traditionelle Neuhardenberger Jobfestival. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich. Infos unter www.jobcenter-mol.de.

Das Jobcenter Frankfurt (Oder) setzt unterdessen auf ein neues Projekt namens „EVA – engagiert, vollumfänglich, aktiv“, das Frauen zwischen 25 und 35 Jahren individuell auf dem Weg in den Arbeitsmarkt begleitet – von der Kinderbetreuung bis hin zu einem finanziellen Einstiegsgeld nach Arbeitsaufnahme.

Insgesamt wurden im Februar 2.183 offene Stellen gemeldet. Gefragt sind vor allem Fachkräfte im Verkauf, in der Pflege sowie in der Kraftfahrzeugtechnik.


Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)

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