Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (BSOF) startet mit zahlreichen Neuerungen in die kommende Saison: neuer Chefdirigent, neue Formate und ein neuer „Artist in Residence“ von den Berliner Philharmonikern. Am 24. Juni stellten das Orchester und sein neuer Generalmusikdirektor das Programm der Spielzeit 2026/27 vor.

Als „Artist in Residence“ wird Amihai Grosz, 1. Solo-Bratscher der Berliner Philharmoniker, eine Saison lang mit dem BSOF zusammenarbeiten. Epochale Viola-Konzerte bilden damit einen der Schwerpunkte der Spielzeit. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 6 a-Moll unter der Leitung von Felix Mildenberger, Béla Bartóks Konzert für Orchester unter Markus Stenz, Antonín Dvořáks Violinkonzert a-Moll mit der Geigerin Arabella Steinbacher als Solistin sowie Werke von Jean Sibelius und ein Klavierkonzert von Nikolai Kapustin mit dem Pianisten Frank Dupree.
Neben dem klassischen Repertoire setzt das BSOF auf besondere Formate: einen Filmmusikabend mit Werken von Ennio Morricone, ein Sandtheater-Konzert sowie ein Bigband-Konzert mit der Jazz-Ikone Norbert Nagel.
Seine erste Spielzeit hat Generalmusikdirektor Felix Mildenberger unter das Motto „Begegnungen“ gestellt. Der 36-Jährige hat Formate ins Programm aufgenommen, die mehr Nähe zwischen Publikum und Orchester schaffen sollen. Beim „Mittendrin“-Konzert etwa nehmen die Gäste zwischen den Musikerinnen und Musikern Platz; geplant ist außerdem ein Wunschkonzert mit den Lieblingswerken des Publikums. „Begegnungen sind für mich der Kern jeder musikalischen Erfahrung. Musik entsteht immer im Dialog“, betont Mildenberger. Er möchte Brandenburgs größtes Sinfonieorchester lokal in Frankfurt (Oder) und im polnischen Słubice verankern und seine Strahlkraft zugleich über die Region hinaustragen.
Intendant Roland Ott hebt die Vielfalt der kommenden Saison hervor – von der Hofmusik Friedrichs des Großen bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Ein weiteres zentrales Anliegen bleibt die Education-Arbeit: In einem grenzüberschreitenden Projekt mit deutschen und polnischen Schülerinnen und Schülern fragt das Orchester, wie ein gutes Miteinander in einer Stadt gelingt, in der Menschen aus 120 Nationen leben.
Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt ist eine Einrichtung der Stadt Frankfurt (Oder). Es wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)




