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Die Polizeidirektion Ost hat ihre Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 vorgelegt – und die Zahlen sind zweigeteilt: Während die Gesamtzahl der Unfälle auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren sank, stieg die Zahl der Verkehrstoten dramatisch an.

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Weniger Unfälle, weniger Verletzte

Im Zuständigkeitsbereich der PD Ost – den Landkreisen Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie der Stadt Frankfurt (Oder) – wurden 2025 insgesamt 21.621 Verkehrsunfälle registriert. Das sind rund 59 pro Tag und gleichzeitig der niedrigste Wert der vergangenen fünf Jahre. Gegenüber 2024 (21.878 Unfälle) ging die Zahl damit erneut zurück.

Auch die Zahl der Verletzten entwickelte sich positiv: 3.085 Menschen wurden bei Unfällen verletzt – rund drei Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders erfreulich: Die Zahl der Schwerverletzten, also derjenigen, die länger als 24 Stunden im Krankenhaus behandelt werden mussten, sank sogar um 12 Prozent von 549 auf 483 Personen.

Alarmierender Anstieg bei den Verkehrstoten

Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es einen gravierenden Schatten: 58 Menschen kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen im Bereich der PD Ost ums Leben. Das sind 19 mehr als 2024 – ein Anstieg um fast 50 Prozent.

Besonders erschreckend: 24 der 58 Todesopfer, also über 40 Prozent, starben bei Kollisionen mit Straßenbäumen. Und mehr als die Hälfte aller Verkehrstoten – nämlich 30 – ist auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen.

Geschwindigkeit bleibt Hauptproblem

Unfälle aufgrund von Geschwindigkeitsverstößen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 18 Prozent auf 1.512 Fälle. Dabei erhöhte sich die Zahl der Getöteten in dieser Kategorie um fast 88 Prozent. Rund jeder fünfte Unfall mit Personenschaden in der PD Ost geht auf ein Geschwindigkeitsproblem zurück.

Auch Abstandsverstöße bleiben ein ernst zu nehmendes Thema: Knapp 1.950 Unfälle gingen 2025 darauf zurück – auf Autobahnen war sogar jeder fünfte Unfall auf zu geringen Abstand zurückzuführen.

Sorge um Radfahrer und Motorradfahrer

Obwohl die Zahl der Fahrradunfälle insgesamt um rund 10 Prozent zurückging, stieg die Zahl der getöteten Radfahrer von einem auf elf. Ähnlich bei Motorradfahrern: Weniger Unfälle insgesamt, aber vier mehr Tote als im Vorjahr (insgesamt zehn).

Autobahnen bereiten Sorgen

Auf den Autobahnabschnitten im Bereich der PD Ost stieg die Unfallzahl entgegen dem allgemeinen Trend um 142 auf 1.477. Besonders betroffen waren die A10, A11, A12 und A20. 15 Prozent aller Autobahnunfälle ereigneten sich in Baustellen – ein Anteil, der im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent zunahm.

Fazit der Polizei

Die Polizeidirektion Ost zieht ein gemischtes Fazit: Die Entwicklung bei Unfallzahlen und Verletzten stimmt grundsätzlich positiv. Der starke Anstieg bei den Verkehrstoten jedoch – insbesondere durch Raserei und Baumunfälle – macht deutlich, dass Verkehrsüberwachung und Prävention unvermindert fortgesetzt werden müssen.


Quelle: PD Ost

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