Brandenburg richtet in diesem Jahr erstmals die Eröffnung der Internationalen Wochen gegen Rassismus aus. Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, warb bei einer Pressekonferenz in Potsdam für eine breite Beteiligung an den bundesweit mehr als 5.000 Veranstaltungen unter dem diesjährigen Motto „100 % Menschenwürde“.

Die Auftaktveranstaltung mit Filmvorführung und Meinungsaustausch fand an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf statt. Organisiert wurde sie gemeinsam von der Stiftung gegen Rassismus, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Filmuniversität und der Staatskanzlei Brandenburg mit der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus gehen auf den Internationalen Tag gegen Rassismus zurück und werden seit 2008 als Aktionswochen veranstaltet. Botschafter der diesjährigen Ausgabe ist der Rechtsextremismusforscher Prof. Dr. Matthias Quent. Die Stiftung gegen Rassismus koordiniert die Aktionswochen; ihr Vorstand Dr. Jürgen Micksch verwies auf das seit Jahren wachsende Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in ganz Deutschland.
Brandenburg blickt auf eine lange Tradition der Arbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus zurück. Seit 1998 verfolgt die Landesregierung mit dem Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ eine Strategie zur Stärkung der Demokratie. 2013 wurde als erstes Bundesland eine Antirassismusklausel in die Landesverfassung aufgenommen, die 2022 um den Schutz vor Antisemitismus und Antiziganismus erweitert wurde. Für Projekte im Rahmen der Aktionswochen stellt das Land in diesem Jahr 50.000 Euro bereit.
Zu den Veranstaltungen in Brandenburg gehören unter anderem eine Lesung mit der Autorin Alice Hasters am 21. März in Bernau, ein Workshop der KinderfilmUni Potsdam zu antimuslimischem Rassismus am 24. und 25. März am Rouanet-Gymnasium Beeskow sowie der Tag der Kulturen am 28. März in Oderberg.
Alle Informationen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus unter: stiftung-gegen-rassismus.de
Quelle: Land Brandenburg



