Im März 2026 wurden in Ostbrandenburg 15.344 arbeitslose Menschen registriert. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,7 Prozent – gegenüber dem Vormonat ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte und im Jahresvergleich ein Rückgang von 0,1 Prozentpunkten.

Positive Tendenzen trotz konjunktureller Schwäche
Die Arbeitslosigkeit ist saisonbedingt leicht gesunken. Im Vergleich zum Februar registrierte man 256 weniger arbeitslose Menschen, im Jahresvergleich zu März 2025 sogar 105 weniger. Besonders erfreulich: Größere Entlassungen blieben aus – die Betriebe halten an ihren Beschäftigten fest. Gleichzeitig fehlen jedoch konjunkturelle Impulse. Der Frühjahrsaufschwung dürfte verhalten ausfallen.
Detailblick auf die Regionen
Die Arbeitslosigkeit verteilt sich unterschiedlich über Ostbrandenburg. In der Stadt Frankfurt (Oder) lag die Quote im März bei 10,0 Prozent (2.933 arbeitslose Personen), im Landkreis Märkisch-Oderland bei 6,0 Prozent (6.278 Personen) und im Landkreis Oder-Spree bei 6,5 Prozent (6.133 Personen).
Neue Chancen für junge Menschen und Neuzugänge
Im März meldeten sich 2.574 Menschen neu bei der Agentur für Arbeit arbeitslos an, gleichzeitig beendeten 2.847 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Die Langzeitarbeitslosigkeit sank um 70 Personen auf 6.288 Menschen. Unter den 25-Jährigen waren 1.580 Personen arbeitslos gemeldet, die Jugend-Arbeitslosenquote lag bei 8,3 Prozent (Vorjahr: 8,5 %).
21,2 Prozent aller Arbeitslosen waren Ausländer – ein Rückgang um 33 Personen gegenüber dem Vormonat und um 137 Personen im Jahresvergleich.
Arbeitsmarkt mit Chancen für Fachkräfte
Unternehmen der Region meldeten im März 668 neue offene Stellen an – 82 mehr als im Februar und 181 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt waren 2.259 Stellen vakant. Die Top-Positionen waren:
- Verkaufsfachkräfte (117 Stellen)
- Büro- und Sekretariatskräfte (66 Stellen)
- Kraftfahrzeugtechnik-Fachkräfte (59 Stellen)
- Bauelektrik-Fachkräfte (51 Stellen)
- Berufskraftfahrer (48 Stellen)
Daneben werden Fachkräfte in den Bereichen Reinigung, Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege sowie in der Lagerwirtschaft gesucht.
Investition in Qualifizierung und Umschulung
Die Agentur für Arbeit und die Jobcenter investieren gezielt in Qualifizierung, um Menschen für die Berufe der Zukunft fit zu machen. Das Angebot umfasst:
- Berufliche Weiterbildung
- Umschulungen
- Erstmaliges Erlangen von Ausbildungsabschlüssen
- Individuelle Beratung durch Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler
Menschen mit Fachkenntnissen sind am Arbeitsmarkt weiterhin gefragt. Die Profis von Arbeitsagentur und Jobcenter beraten gerne, welche Qualifizierungen sinnvoll sind.
Chancen durch Praktika und Jobfestival
Ein bewährter Weg ins Berufsleben ist ein Praktikum beim potenziellen Arbeitgeber. Dies gibt beiden Seiten die Gelegenheit, sich kennenzulernen und ein gutes Gefühl füreinander zu entwickeln.
Arbeitsuchende erhalten die Chance, direkt mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten beim 4. Neuhardenberger Jobfestival am 25. April 2026 am Airport Neuhardenberg. Hier treffen sich Arbeitsuchende mit Unternehmen, die händeringend gutes und qualifiziertes Personal suchen.
Unterstützung bei der Jobsuche
Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitsuchende sollten nicht zögern, auf die Arbeitsagenturen und Jobcenter zuzugehen. Die Teams unterstützen bei der Vermittlung, Qualifizierung und beruflichen Orientierung. Die Grundlage für Erfolg ist dabei die gegenseitige Bereitschaft, Kompromisse einzugehen und etwas auszuprobieren.
Kontakt
Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) Telefon: 0335 570 3000 www.arbeitsagentur.de
Quelle: Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)




