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Behörden stellen 16 Fälle im Landkreis Dahme-Spreewald fest

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Die Situation mit der Newcastle-Krankheit (Vogelgrippe) verschärft sich in der Region: Im Landkreis Dahme-Spreewald wurden zwei weitere Ausbrüche amtlich festgestellt. Insgesamt gibt es nun 16 Ausbrüche im Land Brandenburg. Zusätzlich wurde die Krankheit auch in weiteren Ställen eines bereits betroffenen Betriebs im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen.

Das ist passiert

Im Landkreis Dahme-Spreewald:

  • Ein Masthähnchenbetrieb zeigt klinische Auffälligkeiten und erhöhte Verluste – etwa 120.000 Tiere sind betroffen
  • Ein Kleinsthalter mit etwa 30 Tieren wurde ebenfalls positiv getestet

Im Landkreis Spree-Neiße:

  • In einem bereits betroffenen Betrieb wurden weitere Stallanlagen mit etwa 76.000 Tieren infiziert

Welche Maßnahmen gelten jetzt?

Die Behörden haben folgende Regelungen angeordnet:

✓ Tierschutzgerechte Tötung der betroffenen Bestände ✓ Schutzzone im 3-Kilometer-Radius um die Ausbruchsbetriebe ✓ Überwachungszone im 10-Kilometer-Radius ✓ Verstärkte Kontrollen und epidemiologische Ermittlungen ✓ Überprüfung von Tiertransporten und Impfregimen

Die genauen Grenzen der Restriktionsgebiete legen die Veterinärämter der betroffenen Landkreise fest.

Das sollten Geflügelhalter wissen

Wichtige Biosicherheitsmaßnahmen:

  • Überprüfen und optimieren Sie bestehende Schutzmaßnahmen
  • Kontrollieren Sie streng, welche Personen Ihre Ställe betreten
  • Minimieren Sie den Austausch von Gegenständen zwischen verschiedenen Geflügelhaltungen
  • Melden Sie unklare Todesfälle oder plötzliche Leistungseinbußen sofort – auch bei geimpften Herden

Ein rechtzeitiger Test kann helfen, Ausbrüche früh zu erkennen und einzudämmen.

Was ist die Newcastle-Krankheit?

Die Newcastle Disease ist eine Viruserkrankung, die fast alle Vogelarten befallen kann.

Symptome beim Haushuhn:

  • Plötzlich erhöhte Sterblichkeit
  • Leistungsabfall bei Legehennen
  • Schwellungen an Kopf und Kehllappen
  • Atemwegserkrankungen
  • Durchfall
  • Nervöse Störungen

Die Schwere der Erkrankung hängt vom Virusstamm ab – von milden Verläufen bis hin zu Herdenverlusten von 100 Prozent ist alles möglich.

Für Menschen ungefährlich: Das Virus stellt für die menschliche Gesundheit keine Bedrohung dar. Nur bei sehr engem Kontakt mit kranken Tieren kann es zu Bindehautentzündungen kommen.

Hintergrund

Dies ist der erste größere Ausbruch seit 1996. Die nachgewiesenen Viren gehören zu einem Genotyp, der derzeit vor allem in Osteuropa zirkuliert – besonders in Polen und Tschechien.

Das Monitoring wird intensiviert: Veterinärbehörden untersuchen verstärkt klinisch krankes und verendetes Geflügel sowie Wildvögel.

Fragen zu den Restriktionen? Kontaktieren Sie die zuständigen Landkreise Dahme-Spreewald oder Spree-Neiße oder das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg.

Weitere Informationen: Friedrich-Loeffler-Institut


Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: MLEUV Land Brandenburg

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