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Die Treuhandanstalt hat Ostdeutschland wirtschaftlich umgepflügt wie kaum eine andere Institution. Am 22. April 2026 diskutieren in der Frankfurter Volkshochschule Zeitzeugen und Expertinnen über die Folgen – und darüber, was aus dieser Zeit zu lernen ist. Der Eintritt ist frei.

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Ein Kapitel, das bis heute nachwirkt

In den 1990er-Jahren hatte die Treuhandanstalt die Aufgabe, rund 9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen in kürzester Zeit marktwirtschaftlich umzubauen. Die Folgen prägen den Osten bis heute: Eigentumsverhältnisse, Branchenstrukturen und die Kapitalbasis der ostdeutschen Wirtschaft wurden in dieser Zeit neu geordnet.

Für Millionen Menschen bedeutete das den Verlust ihrer Arbeit und damit ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage. Etwa zwei Drittel der Industriearbeitsplätze in Ostdeutschland gingen verloren. Ein Großteil der Privatisierungen erfolgte zugunsten westdeutscher oder internationaler Investoren.

Begleitende Ausstellung: „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“

Noch bis zum 30. April ist in der Volkshochschule Frankfurt (Oder) die Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“ zu sehen. Sie greift diese Entwicklungen auf und macht ihre Auswirkungen anhand persönlicher Lebensgeschichten erfahrbar – jenseits von Statistiken und Schlagzeilen.

Podiumsdiskussion: Drei Perspektiven, eine Debatte

Begleitend zur Ausstellung widmet sich eine Podiumsdiskussion den Folgen der Treuhandpolitik und den Lehren, die aus ihr zu ziehen sind.

Auf dem Podium:

  • Dagmar Enkelmann – Mitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Initiatorin der Ausstellung
  • Dr. Martin Wilke – Zeitzeuge und ehemaliger Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder)
  • Heinz Kannenberg – Zeitzeuge, Journalist und langjähriger Lokalchef der Märkischen Oderzeitung

Veranstaltung auf einen Blick

Wann: Mittwoch, 22. April 2026, 17:00 Uhr Wo: Volkshochschule Frankfurt (Oder), Raum 1.07 Eintritt: frei


Vorschaubild: Symbolbild Canva
Quelle: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)

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