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Masthähnchenbetrieb mit 126.000 Tieren betroffen – Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet

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Im Landkreis Märkisch-Oderland ist ein weiterer Ausbruch der Newcastle-Krankheit (ND) amtlich bestätigt worden. Damit steigt die Zahl der Fälle im Land Brandenburg in diesem Jahr auf insgesamt 19 – so viele wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Das teilte das Agrarministerium in Potsdam mit.

Betroffen ist ein Masthähnchenbetrieb mit rund 126.000 Tieren, in dem zuvor erhöhte Tierverluste aufgefallen waren. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg wies das aviäre Paramyxovirus nach, der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigte den Ausbruch.

Tötung und Sperrzonen

Der gesamte Bestand muss tierschutzgerecht getötet werden. Rund um den Betrieb richtet das Veterinäramt eine Schutzzone von mindestens drei und eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern ein. Parallel laufen die epidemiologischen Ermittlungen zu Tier- und Warenbewegungen, Personen- und Fahrzeugkontakten sowie zum Impfregime – unterstützt vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes und vom FLI.

Das Ministerium appelliert an alle Geflügelhalter, ihre Biosicherheitsmaßnahmen kritisch zu überprüfen. Auch in geimpften Herden sollen unklare Todesfälle oder Leistungseinbrüche umgehend im Labor abgeklärt werden.

Hintergrund

Vor der aktuellen Welle hatte es den letzten Newcastle-Ausbruch beim Hausgeflügel in Brandenburg 1996 gegeben. Der derzeit zirkulierende Virus-Genotyp ist vor allem in osteuropäischen Ländern wie Polen und Tschechien verbreitet. Typische Symptome beim Haushuhn sind hohe Sterblichkeit, Einbruch der Legeleistung, Ödeme an Kopf und Kehllappen, Atemwegsprobleme sowie Durchfall. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich; nur bei sehr engem Tierkontakt kann es zu Bindehautentzündungen kommen.


Quelle: MLEUV Land Brandenburg

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